Herr Mag. Aschauer, Sie veranstalten das erste grüne Festival. Welche Motivation steckt da dahinter?

Unser Festival ist viel mehr als nur ein Musikfestival. Es ist ein politisches Festival. Und als solches ist es uns natürlich ein Kernanliegen, im Bereich des Umweltschutzes nachhaltiger und umweltschonender zu agieren, als es andere Festivals tun.

Mag. Martin Aschauer
PR-Manager bei Global 2000

Andere Festivals titulieren sich ja auch gerne als Green Event. Hierzu ist eine unabhängige Zertifizierung meines Erachtens nach ein sehr guter Weg, dass es nicht zu einem Wettbewerb nach unten, sondern nach oben kommt. Es kann nicht sein, dass sich eine Veranstaltung Green Event nennt und dann mit Einwegbechern Getränke ausschenkt. Wir wollten die ersten sein, die zeigen, dass sich die Veranstaltung eines „echten“ Green Events auch wirklich durchführen lässt.

Auf welche Weise schafft man das?

Wir haben es hier mit einem Punktesystem zu tun. Von der optimalen öffentlichen Erreichbarkeit über die Versorgung mit regionalen Produkten bis hin zur Zertifizierung der Druckmaterialien mit Pflanzenfarben auf Recyclingpapier oder dem Verbot von Flyern. Zusätzlich dazu lassen sich natürlich noch zahlreiche andere Punkte finden, die hinsichtlich ihrer Umweltfreundlichkeit optimiert werden können.  

Wie sehen Sie die Zukunft nachhaltiger Festivals?

Ich bin davon überzeugt, dass nachhaltige Festivals die Zukunft sind. Ein ganz wichtiger Punkt dabei ist die stete Optimierung und Verbesserung eingefahrener Strukturen. Zum Beispiel Getränkeherstellern die Chance zu geben, ihre Dosengetränke in Mehrweggebinden zu liefern oder sonst einfach nichts mehr zu kaufen. Und natürlich muss es dem Gast auch möglich sein, sich umweltfreundlich zu verhalten. Da setzen wir an.