Ing. Karl Heinz Zolda, MSc
Stellvertretender Institutionsleiter, HTL Mödling

Das Thema Digital Signage, also die bedarfsgerechte digitale Beschilderung, ist gerade dabei, immer mehr öffentliche Gebäude und Schulen im Sturm zu erobern. Ing. Karl-Heinz Zolda, MSc von der HTL Mödling über die Vorzüge von Digital Signage im Schulalltag.

 

Warum haben Sie sich an der HTL Mödling entschieden, digitale Kommunikation einzusetzen und wie wird sie verwendet?

 

Wir haben uns für Digital Signage an unserer Schule entschieden, weil es eine moderne Technologie ist. Da wir eine technische Schule sind, sollten wir auf diesem Gebiet auch entsprechend zeitgemäß mit modernsten Unterrichtsmethoden umgehen können. Wir verwenden beispielsweise zahlreiche Infoscreens, die wir auf die unterschiedlichsten Arten in den Alltag einbinden.

Vom täglichen Menüplan über Schulinformationen bis hin zum aktuellen Schulgeschehen werden zahlreiche relevante Informationen auf unseren Monitoren dargestellt. Unser nächster Schritt wird die Interaktivität der Screens, etwa über TouchScreens oder WebApps, sein. Das macht besonders bei Gelände- und Raumplänen Sinn.

 

Gab es anfangs Bedenken, auf Digital Signage zu setzen?

 

Natürlich gab es die. Aber gar nicht primär wegen der Technik selbst. Da wir der größte Schulstandort in Österreich und die größte Schule Europas sind, haben wir natürlich andere Bedürfnisse und Probleme als in einer kleinen Schule, die etwa nur einen Eingang und eine Abteilung hat. Bei uns ist der Multiplikator mit der Anzahl der Abteilungen und Schüler ein wesentliches Element, das es zu bedenken gilt.

 

Haben sich diese Bedenken als grundlos herausgestellt oder haben Sie auch schlechte Erfahrungen gemacht?

 

Schlechte Erfahrungen haben wir keine gemacht, aber natürlich war es nicht ganz so einfach wie zuvor gedacht. Die Schwierigkeiten liegen in einer optimalen Systemauswahl für den jeweiligen Einsatzzweck. Wichtig sind eine umfangreiche Recherche und eine gute Vorbereitung. Man muss im Vorfeld genau wissen, was man will und sich aufgrund dieser Kriterien dann das optimal geeignete System heraussuchen, das auch flexibel integrierbar ist. Da bleiben dann nur noch sehr wenige Systeme über, die sich auch in der Praxis bewähren.

 

Und wie kommt diese Technik bei den Schülern und Lehrern an?

 

Sehr gut. Aber im Endeffekt ist Digital Signage schnell zur gewohnten Technik geworden, die für unsere Schüler genauso wie für die Lehrer völlig alltäglich ist. In Zeiten, in denen schon fast jeder ein Smartphone besitzt, ist ein Monitor, auf dem Infos angezeigt werden, keine große Sache mehr. Der erste Einsatzzweck für Digital Signage in unserer Schule war der Menüplan. Alle weiteren Einsatzgebiete sind dann dazu gekommen. Wie haben immer viele schulexterne Besucher und Gäste bei uns im Haus und da wir 30 Gebäude haben, wird es für diese Gäste durch die Infomonitore sehr viel leichter, sich zurechtzufinden.

 

Wie handhaben Sie die Aktualisierung dieser Inhalte und wie groß ist der Aufwand, Inhalte zu gestalten?

 

Um den Zeitaufwand gering zu halten, zeigen wir primär nur statische Medien an, die mit einem überschaubaren Aufwand zu administrieren sind. Dabei kommt es natürlich auch wieder auf die Intelligenz des verwendeten Systems an. Das System, für das man sich im Endeffekt entscheidet, muss so intelligent sein, dass es entsprechende Strukturen zur Verfügung stellt, um übersichtlich und möglichst benutzerfreundlich arbeiten zu können.

 

Stichwort Zukunft: Wo geht der Weg in Sachen Digital Signage für Sie hin?

 

Unser System war von Anfang an modular gedacht und ist auch so aufgebaut. So haben wir die Möglichkeit, es sukzessive und nach Bedarf einfach weiter auszubauen. Ich glaube, dass Digital Signage eine große Zukunft bevorsteht.