Der Begriff Digital Signage ist grundsätzlich weit gefasst und beschreibt allgemein den Einsatz digitaler Medieninhalte bei Werbe- und Informationssystemen. Typische Anwendungsbereiche sind beispielsweise Infotainment-Screens in Wartezonen von Krankenhäusern und Ordinationen oder in öffentlichen Verkehrsmitteln. In Einkaufszentren oder an öffentlichen Plätzen wird immer öfter Werbung auf digitalen Anzeigetafeln geschaltet.

Doch abseits vom öffentlichen Raum findet Digital Signage zunehmend auch in Unternehmen Anwendung. Denn hier gibt es besonders viele Einsatzbereiche, bietet Digital Signage einem Unternehmen doch verschiedene Möglichkeiten, die interne Kommunikation zu beschleunigen und effektiver zu gestalten.

Viele Anwendungsbereiche in Unternehmen

Und diese Möglichkeiten beschränken sich nicht auf die MitarbeiterInnen eines Unternehmens. Digital Signage Systeme ermöglichen es auch, BesucherInnen eines Unternehmens auf eine persönliche Art und Weise zu begrüßen, etwa indem man deren Namen und jenen der Firma auf Displays am Empfang erscheinen lässt.

Digitale Wegleitsysteme und Türbeschilderungen vereinfachen es sowohl firmeninternen als auch -externen Personen, sich im Unternehmen zurechtzufinden. Raum- und Veranstaltungsanzeigen erlauben eine effektive Einteilung und Nutzung von Räumlichkeiten sowie von technischen Ressourcen und informieren MitarbeiterInnen zuverlässig über den Speiseplan in der Kantine oder anstehende Veranstaltungen.

Auch für diese, ob Meetings, Videokonferenzen, Schulungen oder Präsentationen, spielt Digitale Signage eine immer entscheidendere Rolle. Der Einsatz von Großbildprojektoren, Whiteboards oder interaktiven Touchscreens ist hier nicht mehr wegzudenken. In Werkhallen ermöglichen es Digital Signage Systeme, die MitarbeiterInnen über den aktuellen Stand der Produktion informiert zu halten oder im Notfall Warnhinweise über Störungen anzuzeigen.

Technische Voraussetzungen

Aufgrund der hohen Anforderungen an die Lichtleistung, Betriebsdauer und Zuverlässigkeit sollten für den Einsatz der digitalen Beschilderung nur professionelle Displays in Frage kommen. Die meisten Hersteller der heutigen Geräte führen deshalb dementsprechend professionelle Linien. Für das Aufspielen der Inhalte auf die Displays gibt es mehrere Möglichkeiten.

Neben üblichen Rechnern kommen meist lüfterlose Player-PCs zum Einsatz. Für das Content-Management, also die Verwaltung, Steuerung sowie Übertragung der Inhalte wird eine spezielle Software benötigt, welche eine rasche und effektive Nutzung des Digital Signage Systems gewährleistet.

Die Inhalte selbst können entweder mittels drahtgebundener oder drahtloser Netzwerke verteilt werden, bei Stand-Alone-Lösungen kann beispielsweise auch auf einen USB-Stick zugegriffen werden.

Kostenersparnis und  Flexibilität

Das Hauptargument, welches für Digital Signage Systeme spricht, ist sicherlich die Kostenersparnis im Vergleich zu Paper Signage, also konventionellen Schildern und Plakaten. Denn während bei Paper Signage Systemen bei jedem Wechsel der Inhalte Kosten anfallen, da das Schild verändert oder das Plakat überklebt werden muss, werden bei Digital Signage die zu ändernden Inhalte praktisch ohne Zusatzkosten elektronisch adaptiert.

Ein weiterer Vorteil gegenüber konventioneller Beschilderung liegt in der Aktualität der Inhalte. Diese können im Grunde sekündlich geändert werden und so optimal und ohne Zeitverzögerung an neue Gegebenheiten und Anforderungen angepasst werden. Vor allem für Unternehmen ist zudem die Interaktivität bei Digital Signage Systemen ein großer Vorteil.

Mithilfe von Touchscreens etwa können MitarbeiterInnen, aber auch BesucherInnen oder KundInnen die angebotenen Informationen auf den Screens nutzen und individuell damit umgehen.