Von eindimensional zu mehrdimensional

Wenn man den österreichischen Markt betrachtet, sieht man, dass dieser in punkto Außenwerbung noch ein eher statisches Land ist. Das bedeutet, viele eindimensionale, gedruckte Botschaften. Kommen Beleuchtung oder gar Interaktion ins Spiel ist – vor allem in Verbindung mit Straßenverkehr –  die Umsetzung hierzulande eher problematisch.

Trends gelten international wie auch in Österreich, jedoch ist Österreich in der Entwicklung und Umsetzung oft nicht so weit fortgeschritten wie andere Länder. In Asien sind ganze Städte mit bunter Reklame und Displays zugepflastert. Man müsste Plakatstellen, die nicht genügend Qualität aufweisen, reduzieren, um das bestehende Netz aufzuwerten.

DOOH – Umsatzgewinner

Schaut man sich die Werbeentwicklung 2015 an, lässt sich schnell erkennen, dass der Bereich der Außenwerbung deutlicher Gewinner bei den Werbespendings ist. Mit einem Plus von 32,4 Prozent konnte sich der DOOH-Bereich gegenüber anderen Werbeformen deutlich absetzen.

Unbegrenzte Möglichkeiten

Außenwerbung hat gerade in Österreich mit den vielen dafür vorgesehenen Flächen einen hohen Stellenwert. Die Herausforderung besteht darin, sie crossmedial zu verknüpfen, indem sie z.B. Werbebotschaften anreißt, die dann in einem anderen, digitalen Medium weitererzählt werden. Der Anteil und die Bedeutung von DOOH nimmt weiterhin zu. Screens in verschiedensten Formen erobern den urbanen Raum sowie die U-Bahn-Stationen und hochfrequentierten Straßen und Plätze.

Eine wirkliche Neuheit am österreichischen Markt ist "Located Based Advertising" von Infoscreens. In Straßenbahnen ist es aufgrund von GPS-Ortung möglich, Filialen zu bewerben, die im Bereich der nächsten Station zu finden sind. Hier ist ein essenzieller Aspekt enthalten: man kann aufgrund von technischen Möglichkeiten die Umwelt miteinbeziehen. Bei Sonnenschein wird Sonnencreme geschalten, bei starkem Wind ein Lippenpflegestift (Wettertargeting) oder in der Früh Frühstücksangebote und zu Mittag Mittagsmenüs (Uhrzeittargeting). Dadurch wird Relevanz geschaffen und ein hoher Impactgewinn erzielt.
 

Best Practice Beispiel von DEMNER, MERLICEK & BERGMANN

Wir konnten 2015 eine spektakuläre Arbeit für Mini umsetzen. Die MINI Traffic Lights waren Rolling Boards die an hochfrequentierten Kreuzungen in Wien angebracht wurden. Diese wurden perfekt mit den sich daneben befindenden Ampeln synchronisiert. Jedes Mal wenn also die Ampelfarbe wechselte, wechselte auch der dargestellte MINI seine Farbe. VonBlazing Red über Volcanic Orange bis hin zu British Racing Green und wieder zurück. Eine amüsante Abwechslung für die wartenden Autofahrer – und eine erheblich intensivere Wahrnehmung der beworbenen Autos.

Mobilisierung

Durch eine Personalisierung und Mobilisierung der Außenwerbung können Passanten via Smartphone in Interaktion treten. Durch Beacons und NFC sind die notwendigen technischen Voraussetzungen dafür geschaffen. So lassen sich schell und einfach Informationen herunterladen und Fotos posten – Außenwerbung wird direkt steuerbar.