Der ungebrochene Wachstumskurs des ältesten klassischen Mediums hält auch im Jahr 2015 an. Mit einem Anstieg von knapp 10 Prozent sind die Außenwerbemedien einer der herausragenden Treiber eines insgesamt schwierigen Gesamtmarktes. Innerhalb von nur acht Jahren hat sich das Bruttoumsatzvolumen von OOH mehr als verdoppelt, der Marktanteil beträgt knapp 6 Prozent und ist damit erstmals höher als von Radio. Dieser positive Trend wird dabei gleichermaßen von klassischen Plakat- als auch digitalen OOH-Medien getragen.

Wie erklärt sich diese rasante Entwicklung und wie sehen die Zukunftsaussichten dabei aus?

Eine der wesentlichen Veränderungen heute und in den kommenden Jahren ist die signifikant wachsende Bedeutung des öffentlichen Raums. Mobilität, Mediennutzung, urbane Trends und gesellschaftliches Leben treiben diese Entwicklung an und werden wiederum von ihr beeinflusst. Die Außenwerbung ist diesen Veränderungen mehr als gewachsen: Als Medium des öffentlichen Raums und letztes echtes Massenmedium hat sie das größte Potenzial, um von der Dynamik des gesellschaftlichen Wandels nachhaltig zu profitieren.

Mobile Masse(n)

Die Bevölkerung in Deutschland ist so mobil wie nie zuvor. Im Durchschnitt vier Mal am Tag sind fast 90 Prozent aller Menschen täglich außer Haus unterwegs. Über drei  Milliarden Kilometer werden von ihnen dabei jeden Tag  zurückgelegt. Immer mehr Verbraucher halten sich also täglich immer häufiger und länger zu den verschiedensten Anlässen im öffentlichen Raum auf. Dieser wird so zum gemeinsamen Zuhause, in dem die Out-of-Home-Medien überall und rund um die Uhr präsent sind.


Der Trend Mobilität wird unterstützt und verstärkt durch einen signifikanten Wandel im Mediennutzungsverhalten. Immer mehr Tätigkeiten des täglichen Lebens werden heute schon unterwegs und damit out of home erledigt. Unterstützt wird der Nutzer durch sein Smartphone mit einer wachsenden Zahl an vielfältigen Einsatzmöglichkeiten, vom Abrufen zielgerichteter Informationen bis hin zu Bezahlfunktionen wie Online-Shopping oder Online-Banking und natürlich Telefonieren sowie Musikhören. Es gibt sie also nicht mehr, die Unterscheidung zwischen Unterwegssein und nicht erreichbar sein und sich in seinen vier Wänden aufhalten und Kommunikation betreiben. Damit sinkt die Bedeutung der klassischen inhome genutzten Medien.

Digitale Verbindungen

Gerade in Verbindung mit der zunehmenden Mobile-Nutzung fällt der Außenwerbung eine neue Rolle zu. Sie übernimmt die Brückenfunktion, um Online-Inhalten öffentlich sichtbar Präsenz zu verschaffen und dabei sofort zugänglich zu machen. Über Mechanismen wie URL, QR-Code, Apps, NFC oder neuerdings auch iBeacons sind solche Angebote und Informationen direkt von einer Plakatstelle oder einem anderen Out-of-Home-Medium aus abrufbar.
Mit modernsten, qualitativ hochwertigen Werbeträgern begegnet die Außenwerbung ihrerseits den aktuellen und kommenden Anforderungen an die Kommunikation im öffentlichen Raum. Zu den wichtigsten Entwicklungen gehört hier die Digitalisierung. Sie öffnet das bisher statische Medium Außenwerbung für völlig neue Darstellungsmöglichkeiten mit Bewegtbild an dafür besonders geeigneten Standorten. Außerdem macht sie das Medium sehr flexibel und damit besonders attraktiv für schnelle werbliche Aktionen, Reaktionen im öffentlichen Raum und zeitliche Aussteuerung.
Als öffentliche Schnittstelle zwischen Werbung und Konsumenten erfüllt die Außenwerbung damit alle Voraussetzungen, um jetzt und in Zukunft als reichweitenstarkes, flexibles und modernes Medium in der Kommunikation zu punkten.