Wer Waren und unterschiedlichste Güter von Europa nach Asien oder vice versa transportieren möchte, hatte bisher etwa die Möglichkeit, den Seeweg zu wählen. Das dauert oft länger als sechs Wochen, ist nicht gerade umweltfreundlich und wenn etwas passiert, ist meist die gesamte Ladung verloren. Doch jetzt gibt es eine Alternative, die schneller, umweltfreundlicher und mindestens genauso sicher wie das Containerschiff ist: die Eisenbahn.

Trans-Siberian Railway

Der Trans-Siberian Railway verbindet Asien direkt mit Europa. Von unterschiedlichen Startpunkten in Ostasien geht es ohne Unterbrechung auf Schiene direkt nach Europa. Durch ganz Russland oder über die Südroute durch Kasachstan bis nach Bratislava oder zu Zielbahnhöfen in Deutschland. Über 9500 Kilometer auf dem Landweg. Je nach Ladung beträgt die Fahrzeit für einen ganzen Zug ohne Umladen zwischen 12 bis 15 Tagen und für einen einzelnen Container bis zu 23 Tage. 

Transportlogistik auf Schiene

Hinter dem Waren- und Güterverkehr auf Schiene von und nach Ostasien steckt ein großer logistischer Aufwand, der sich am Ende des Tages aber auszahlt. Denn neben der im Vergleich zum Containerschiff deutlichen kürzeren Dauer des Transports profitiert auch die Umwelt. Durch den Transport mit der Bahn können fast 75 Prozent der CO2-Emissionen eines Containerschiffs eingespart werden. Auch werden die üblichen Staus vor und in Containerhäfen reduziert. So profitieren Auftraggeber und Umwelt gleichermaßen. 

Das Kostenkapitel

Der Transport via Eisenbahn von Asien nach Europa ist etwas teurer als per Containerschiff, dauert aber lediglich halb so lange. Noch deutlich schneller geht es zwar mittels Luftfracht, doch da liegen die Kosten fast zehn Mal höher als per Bahn. Auch ist die Anzahl der Container genauso limitiert wie das Gewicht der Ladung. Und die CO2-Bilanz liegt deutlich höher als bei der Bahn, die größtenteils mit Strom aus Wasserkraft angetrieben wird. 

Intermodal – Interkontinental

Der Landweg per Bahn von Asien nach Europa ist durch intermodalen Transport maximal flexibel. Per LKW geht es vom Herstellungsort der Waren zum Güterterminal. Dort wird auf die Bahn verladen, die möglichst schnell ordentlich Strecke macht. Ganz ohne Staus und deutlich geringerem Potenzial für Pannen und Unfallgefahren. Am Zielterminal angelangt, geht es wieder auf den LKW für die Last Mile hin zum Endpunkt der Reise. Ein schönes Beispiel für intermodalen Verkehr als effiziente Art, Güter zu transportieren.