Roboter entstammen schon lange nicht mehr nur Science-Fiction-Filmen oder wirren Zukunftsfantasien. Die Automobilindustrie, der Maschinenbau, der Elektroniksektor, die Nahrungsmittelbranche, die Pharmaindustrie und der Handel sind nur einige der Sektoren, die von Transportrobotern profitieren und aus deren Alltag sie nicht mehr wegzudenken sind.

Seit Jahren bewährt

In der Autoindustrie ist der Einsatz von Robotern schon seit Jahrzehnten nicht mehr ungewöhnlich. Seit der Automatisierung der Produktion schneiden und schweißen sie dort Teile und das schneller und präziser als es Menschen überhaupt könnten. Derzeit ist die Zusammenarbeit mit Mitarbeitern allerdings nur eingeschränkt möglich – Mensch und Maschine sind oft durch Sicherheitsgitter getrennt.

Neuere Systeme sollen intelligenter funktionieren und eine Zusammenarbeit ohne Schutzbereiche erlauben. Die Maschinen sollen so smart sein, dass sie erkennen, wenn ein Arbeiter sich nähert und automatisch zurückweichen. So soll Hand in Hand agiert werden. Die Forcierung solcher Eigenschaften ist das Ziel der Industrie 4.0.

Die intelligente Fabrik

Der Begriff Industrie 4.0 soll die vierte industrielle Revolution zum Ausdruck bringen. Die Automatisierungstechnik soll durch die Einführung von Verfahren der Selbstoptimierung, Selbstkonfiguration, Selbstdiagnose und Kognition intelligenter werden und so die Menschen bei ihrer zunehmend komplexen Arbeit besser unterstützen. Um dies zu gewährleisten, bedarf es einer durchgehenden Vernetzung. Denn nur so ist die Umsetzung einer smarten Intralogistik möglich.

Es gilt, Schnittstellen zu vermeiden und ein System zu entwickeln, das sämtliche Prozesse einer Produktionskette miteinander verbindet. Dabei kommen intelligenteste und modernste Kommunikationstechniken zum Einsatz, die es ermöglichen ein Feedback in Echtzeit zu erhalten.

Intelligente Transportroboter

Transportroboter spielen dabei eine zentrale Rolle. Beispiele dafür gibt es viele: So sorgen moderne Systeme dafür, dass die Roboter jederzeit mitverfolgt werden können. Die Transportroboter entscheiden selbst über ihre Fahrtstrecke und kommunizieren mit Etagenhebern, Weichen und anderen Gerätschaften, um diese vor deren Benutzung zu aktivieren. Dadurch ist der schnellstmögliche Weg zum Ziel und die optimale Warenverfügbarkeit garantiert.

Die Roboter erhalten ihre Aufträge beispielsweise per Funk. Jener, der die kürzeste Distanz zur Quelladresse hat, nimmt den Weg dorthin auf. Durch ein niedriges Eigengewicht - oft ist das Verhältnis zur Nutzlast eins zu eins - kann Energie gespart werden.

Auch wird überschüssige Energie beim Bremsen oder Abwärtsfahren wieder in den Energiespeicher zurückgeladen. Denn Energieeffizienz ist in Industrie 4.0 ebenso Voraussetzung wie Dezentralität, Intelligenz und die Vernetzung der gesamten Intralogistik.