Laut einer Studie des Unternehmensberaters PwC* wollen heimische Unternehmen bis 2020 jährlich fast 4 Prozent, umgerechnet 4 Milliarden Euro, ihres Umsatzes in Industrie 4.0-Lösungen investieren. Die Firmen erwarten sich davon Effizienzsteigerungen von durchschnittlich 19,8 Prozent in den folgenden fünf Jahren und durchschnittliche Umsatzsteigerungen von 13 Prozent im gleichen Zeitraum, hochgerechnet rund 3 Milliarden Euro pro Jahr.

Während ein Viertel aller Industrieunternehmen bereits einen hohen Digitalisierungsgrad ihrer Wertschöpfungskette verwirklicht hat, bekennen sich über 85 Prozent aller Unternehmen dazu, bis 2020 Industrie 4.0-Lösungen in allen wichtigen Unternehmensbereichen umzusetzen.

*) PwC: "Industrie 4.0 - Österreichs Industrie im Wandel", 2015.

Aufholbedarf beim Mittelstand              

Industrie 4.0 bedeutet für Unternehmen die Digitalisierung der unternehmensinternen und -übergreifenden Wertschöpfungsketten und betrifft alle Abteilungen und Geschäftsbereiche. Das gesamte Produkt- und Serviceangebot der Unternehmen sowie ganze Geschäftsmodelle werden davon berührt. Für die Kunden bedeutet das bessere Services und Produkte, für die Unternehmen eine Vielzahl von Optimierungsmöglichkeiten und die Erschließung neuer Geschäftsfelder.

Zur Steuerung des gesamten Produktionsprozesses braucht es ein verlässliches ERP-System, das im Hintergrund in Echtzeit die Fäden zieht. Die konkrete Implementierung hängt von der Beschaffenheit und den Zielen des jeweiligen Unternehmens ab. Während gerade die Großen frühzeitig begonnen haben, digitalisierte Prozesse umzusetzen, fehlt es beim Mittelstand oft an Know-how, was die notwendige Aufholjagd nachhaltig behindert.

Um konkurrenzfähig zu bleiben, müssen mittelständische Unternehmen die Potenziale der Digitalisierung erkennen und nutzen. Um Lösungen zu planen und umzusetzen, braucht es häufig auch externe Expertise. Die Vorteile liegen aber auf der Hand: sinkende Kosten, mehr Effizienz, eine höherer Qualität und flexiblere Produktionsverfahren.