Als Rohstoff dienen Pflanzenstärke, wie etwa die aus Holz gewonne Zellulose, aber auch Zuckerrohrfaser und Palmblatt. Bei den beiden letztgenannten handelt es sich zusätzlich um Reststoffverwertung. Bei der Gewinnung von Rohrzucker anfallende Zuckerrohrfasern sind zäh und eignen sich zur Herstellung von Einwegtellern. Bis zu fünfzig solcher, wasserfester und mikrowellengeeigneter Teller können aus einem einzigen Zuckerrohr-Halm gefertigt werden.

Auch die aus den abgeworfenen Blättern der Nusspalme „Adaka“ gefertigten Schalen und Teller weisen diese Eigenschaften auf. Sie können sogar zum Backen verwendet werden. Früher wurden die Blätter einfach verbrannt. Nun werden sie eingesammelt, gereinigt und bei hohen Temperaturen gepresst.

Technisch aufwendiger ist die Herstellung von Polylactiden. Durch die Entwicklung eines neuartigen Fermentationsprozesses ist es möglich, aus Zellulose einen Werkstoff herzustellen, der das erdölbasierte Polyethylen vielerorts ersetzen kann. Das transparente Material lässt sich in beinahe jede beliebige Form pressen oder auch zu Folien verarbeiten. Zellulose ist im Gegensatz zu Erdöl praktisch uneingeschränkt verfügbar.