Kommr Walter Mönichweger
Obmann des Fachverbandes der Spediteure, WKÖ

Die zahlreichen Heraus- forderungen können (wenn überhaupt) nur mit großem finanziellen Einsatz bewältigt werden.

Nationale und internationale Gesetze werden erlassen, welche als verkehrsbehindernd bezeichnet werden müssen. Gemeint sind z.B. relativ kurzfristig angeordnete Vorschriften hinsichtlich des Einsatzes emissionsarmer LKWs und damit im Zusammenhang stehende Fahrverbote einerseits, überbordende sicherheitsrelevante Auflagen und Bestimmungen andererseits – so zum Beispiel in der Luftfracht oder auch im Landtransport. Der Wulst und das Ausmaß der vielen Zertifizierungen in Folge der an Speditionsunternehmen übertragenen Aufgaben und Verantwortungen seitens diverser Behörden ziehen enorme Kosten, Folgekosten und Zeitaufwand für Speditionsunternehmen nach sich.

Hinzu kommt der immer größer werdende Konkurrenzdruck aus dem EU Ausland sowie der Fachkräftemangel und die Problematik, geeignete und vor allem genügend Lehrlinge, somit Nachwuchskräfte, für die Branche zu finden. Die zum Teil verkehrsfeindliche Argumentation verschiedener Politiker und/oder auch überbordende Kontroll-
tätigkeiten der Exekutive (um nur einige wenige Themen anzusprechen) seien als zusätzliche Herausforderungen genannt.
Allen Verantwortlichen ins Stammbuch geschrieben: Verkehr ist für die Wirtschaft lebensnotwendig, wer diesen be- und verhindert, be- und verhindert wirtschaftliches Wachstum und somit Wohlstand.

Trotz aller aufgezeigter Probleme: Die wirtschaftlichen Prognosen für die nächsten Jahre sind optimistisch, von einer Belebung ist auszugehen und es werden natürlich auch die österreichischen Speditionsunternehmen davon profitieren.