Damit würden die Hersteller von Industrieller Bildverarbeitung, Integrated Assembly Solutions sowie von Robotik ein neues Rekordjahr schreiben – unmittelbar nach dem bisherigen Rekordjahr 2012, in dem der Branchenumsatz bereits um 3 Prozent auf 10,5 Mrd. Euro gestiegen war. Der Export gewinnt für die Hersteller von Robotik und Automation immer mehr an Bedeutung: Die Exportquote ist kontinuierlich auf 51 Prozent angewachsen.

Strategischer Erfolgsfaktor Robotik und Automation

Insgesamt ist zu beobachten, dass die Konjunkturkurve der Robotik und Automation flacher verläuft als in vielen anderen Teilbranchen des Maschinenbaus. Warum ist das so? Der Einsatz von Robotik und Automation ist ein strategischer Erfolgsfaktor, wenn es um effektives und effizientes Produzieren weltweit geht. Gestiegene Kundenanforderungen an Qualität und Individualisierbarkeit von Produkten, Miniaturisierung, Sicherheitsaspekte sowie Sauberkeit führen dazu, dass die Automatisierung alternativlos ist. In Zeiten des Wachstums stehen Erweiterungsinvestitionen in der Automatisierungstechnik bei vielen Unternehmen an, in schwierigeren Zeiten geht es vornehmlich um Rationalisierungsinvestitionen. Ein produzierendes Unternehmen definiert seine Stellung im internationalen Wettbewerb auch anhand seines Automatisierungsgrades im Vergleich zu den Marktbegleitern.

Auch für die Gesellschaft ist der Automatisierungsgrad des Verarbeitenden Gewerbes eine bedeutende Kennzahl – z.B. festzumachen an der Zahl der Roboter, die pro 10.000 Beschäftigten zum Einsatz kommen, der sog. „Roboterdichte“. Es lässt sich nämlich zeigen, dass eine sehr hohe Roboterdichte zum Aufbau von Beschäftigung und zu einer robusteren Aufstellung des Industriesektors führt. Gerade in den zurückliegenden Finanz- und Staatsschuldenkrisen hat die Stärke des Industriesektors dazu geführt, dass Deutschland wirtschaftlich vergleichsweise gut dasteht. Diese Zusammenhänge haben international Beachtung gefunden, so dass das Erfolgsrezept kopiert wird. Die USA haben z.B. eine Welle der „Reindustrialisierung“ als strategisches Ziel formuliert – was die Nachfrage nach Robotik und Automation zusätzlich befeuern wird.

Anwendungsbereiche

Weiterhin spielen die Automobil- und die Automobilzulieferindustrie als intensivste Anwender von Robotik und Automation auf der Nachfrageseite international nach wie vor die bedeutendste Rolle. Aber auch Anwendungen in der metallverarbeitenden Industrie, in der Nahrungsmittelindustrie, in der Verpackungsindustrie, in der Elektronikfertigung, in der Pharmaindustrie, in der Medizintechnik sowie rund um die Werkzeugmaschine, die Kunststoffmaschine und in der Intralogistik nehmen weiter zu. In der Robotik gibt es zudem neue professionelle Serviceroboter, die Aufgaben auch außerhalb von Fabriken – häufig in direkter Interaktion mit ihrem menschlichen Bediener – erledigen. 

Lebensqualität durch Einsatz von Robotik und Automation

Der Einsatz von Industrieller Bildverarbeitung, Integrated Assembly Solutions sowie Robotik wirkt sich auch positiv auf die Lebensqualität aus. Die VDMA-Nachhaltigkeitsinitiative zeigt, dass Robotik und Automation maßgeblich zum ‚Grün produzieren und Grünes produzieren‘ beitragen. Ob Elektromobilität, wettbewerbsfähiger Solarstrom, Milderung der Folgen des demographischen Wandels – alles das wird nur mit dem konsequenten Einsatz von Robotik und Automation erfolgreich gelingen. Das sind glänzende Zukunftsaussichten für die Branche.