Die Relevanz Österreichs als Logistikstandort geht weit über die nationalen Grenzen hinaus und betrifft nicht nur österreichische Betriebe. Auch zahlreiche internationale Unternehmen haben das Potenzial längst erkannt und Österreich dementsprechend als Distributionszentrum ausgewählt. Die ausgezeichnete geographische Lage erlaubt es Österreich, im internationalen Warenverkehr regelrecht als Drehscheibe zwischen Ost und West zu fungieren.

Insgesamt 15 Schienengrenzübergänge ermöglichen den unmittelbaren Zugang zu sieben angrenzenden Märkten. Wasserstraßen wie beispielsweise die Donau, bieten eine Anbindung zum Schwarzen Meer, zur Nordsee, in den Nahen Osten und nach Asien.

Aber Österreich besticht nicht nur durch seine ausgezeichnete geographische Lage, sondern auch durch politische Stabilität und Sicherheit. Speziell im Logistikbereich punktet der Standort Österreich zudem mit hoher fachlicher Kompetenz sowie moderner Infrastruktur, allen voran im Bereich Straßenbau, Strom- und Wasserversorgung.

Hochqualifiziertes Management und Intermodalität

Dank der zahlreichen, qualitativ hochwertigen Ausbildungsmöglichkeiten gibt es auf dem österreichischen Logistikmarkt ausgezeichnete, qualifizierte ManagerInnen für Unternehmen im nationalen und internationalen Warenverkehr. Zudem können viele Logistikfachkräfte mit Osteuropa-Know-how aufwarten.

Das ständig verbesserte Zusammenwirken der Verkehrsträger Schiff, Bahn und LKW macht Österreich ebenfalls attraktiv. Intermodale Terminals gewährleisten die ideale Kombination von Straße, Schiene sowie Wasser und ermöglichen so höchste Effizienz beim Warenverkehr. Um diese Effizienz nicht nur gegenwärtig, sondern auch zukünftig gewährleisten zu können, ist eine entsprechend funktionsfähige Infrastruktur vonnöten.

Keine Entwicklung bedeutet Rückschritt

Um den Logistikstandort Österreich auch zukünftig attraktiv zu gestalten, sind daher ständige Verbesserungen unumgänglich. Dies betrifft vor allem den Bereich Infrastruktur. Sowohl die Wartung und Instandhaltung des bestehenden Verkehrsnetzes als auch die Erweiterung des Straßen- und Schienennetzes sowie der weiteren Vernetzung von Verkehrswegen auf der Straße, der Schiene und dem Wasser sind entscheidend, um Österreichs gute Position als internationalen Logistikstandort aufrechtzuerhalten.

Gerade die Intermodalität spielt im internationalen Warenverkehr eine immer größere Rolle, weshalb speziell in diesem Bereich ständige Weiterentwicklung und Optimierung notwendig sind. Besonders für den Logistikbereich E-Commerce müssen zukünftig auch intelligente Zustellungskonzepte entwickelt werden, die etwa den Trend zur Same-Day-Delivery berücksichtigen.

Standort Wien als Zukunftsmodell

Innerhalb Österreichs besticht gerade der Logistikstandort Wien durch seine Intermodalität. Als trimodaler Standort verbindet Wien Straße, Schiene sowie Wasserwege und kann so auf vielfältige Weise als ideale Drehscheibe für den nationalen wie auch internationalen Warenverkehr fungieren. Zudem verfügt Wien sowohl im Norden als auch im Süden über zahlreiche, moderne Logistikflächen inklusive einer hervorragenden Infrastruktur.

Dennoch: nach wie vor gibt es auch Industrieflächen, die Modernisierungsmaßnahmen bedürfen, um den stetig steigenden Anforderungen an Logistikflächen auch zukünftig gerecht zu werden.

Auch Graz, Linz und Wels mit viel Potenzial

Doch nicht nur Wien hat sich in Vergangenheit und Gegenwart als Logistikstandort in Österreich profiliert. Vor allem Graz und Linz sind ebenfalls Städte, die sich verstärkt als Standort für nationale und internationale Logistikbetriebe anbieten. So bildet Linz einen immer wichtiger werdenden Logistikknotenpunkt der Nord-Süd- und Ost-West-Achse mit viel Entwicklungspotenzial, ebenso Wels mit seiner Lage am Voralpenkreuz.

Und Graz bietet durch seine Lage am Schnittpunkt zwischen Phyrn-Achse und Baltisch-Adriatischer Achse modern ausgebaute Logistikstandorte südlich der Alpen.