Es gibt einen Punkt, an dem die menschliche Muskelkraft einfach nicht mehr ausreicht, um Dinge zu heben. Also haben sich Menschen schon vor Jahrhunderten  überlegt, wie dieses Dilemma zu lösen sein könnte. Die alten Ägypter sind für ihre Rampen und Rollen bekannt, die sie zum Bau von Pyramiden benutzt haben. Doch auch dafür brauchte es „Manpower“ – und zwar gar nicht so wenig.

Bekannt sind Zeichnungen, wo massenhaft Menschen gigantische Steinblöcke zu transportieren versuchten. Als Wohn- und Arbeitsstätten sowie Tempel und andere religiöse Bauten in die Höhe wuchsen, wurde schließlich begonnen, mit der Hebelwirkung zu arbeiten. So konnten schwere Materialien bewegt werden.

Den ersten tatsächlichen Kran, der zum Heben von Lasten benutzt wurde, konnten Forschung und Wissenschaft übrigens in einem griechischen Tempel nachweisen. Es hat nunmehr zirka 2.500 Jahre gedauert, bis die Kräne und Hebelösungen von heute, mit all ihren mechanischen und elektrischen Finessen, tatsächlich entwickelt wurden.

Gleiches Prinzip – präzise Umsetzung

Von den Schriften griechischer Philosophen und Mathematiker über die Aufzeichnungen der Römer, die Bauwerke mit schier enormen Ausmaßen planten, sind die Pläne für Kräne heute natürlich viel komplexer – auch wenn das Grundprinzip an und für sich das gleiche ist. Mit dem Unterschied, dass frühere Hebelösungen im Vergleich zu modernen Kränen hauptsächlich in eine Richtung bewegt wurden, nämlich vertikal.

Heute ist die Krantechnik natürlich weitaus verfeinert und präzisiert. Außerdem haben sich die Hebelösungen auf die jeweiligen Anwendungsgebiete spezialisiert. Ob am Hafen, um Container zu verladen, in der produzierenden Industrie oder für kleinere Warenlager, der Einsatz von Kränen ist heute vielfältig und breit gestreut.

Einsatzgebiete und komplexe Lösungen

Bereits im mittelalterlichen 13. Jahrhundert wurden Kräne für die Schifffahrt verwendet, um Hebearbeit zu leisten. Mehrere Jahrhunderte später sind Hafenkräne heute die wichtigsten Instrumente für den Containerumschlag. Aber auch für andere maritime Bereiche wie Offshore-industrielle Betriebe in der Petrochemie oder für Werften kommen Kräne zum Einsatz.

Diese sehr großen und komplexen Hebelösungen sind technisch ausgefeilt und helfen bei komplizierten Angelegenheiten – und natürlich beim Be- und Entladen von Gütern. Aber auch im Bergbau, in den Fertigungs- und Lagerhallen der Energie- und Stahlbranche, für die Papierindustrie und in der Forstwirtschaft, in der Event- und Unterhaltungsbranche und natürlich im Hochbau kommen Kräne zum Einsatz.

Für die Errichtung von Gebäuden ist das Bewegen von Lasten für die meisten Menschen im Alltag vielleicht am sichtbarsten.

Sicherheit und Ingenieurskunst auf hohem Niveau

Spätestens in der Gotik, als sehr hohe Kirchen gebaut wurden, wuchsen die Anforderungen an Hebemaschinen. Dieses Bedürfnis bleibt bis heute bestehen. Dementsprechend gibt es auch am Beginn des 21. Jahrhunderts noch Forschung und Entwicklungen, neue Trends und Innovationen können immer wieder am Markt beobachtet werden.

Effizienzsteigerung, Flexibilität, nachhaltige Ressourcennutzung, Automatisierung und natürlich Kompetenz sind nur einige Schlagwörter, die sich Nutzer, aber auch Hersteller von Hebelösungen wünschen. Ganz oben auf der Liste steht aber das Thema Sicherheit. Mitarbeiter, Maschinen und auch Transportgüter verlangen nach einem optimalen Sicherheitskonzept.

Ein Punkt, der in früheren Jahrhunderten vielleicht noch nicht so ganz präsent war. Von Absicherungsmaßnahmen über Sicherheitsüberprüfungen bis hin zum obligatorischen Kranführerschein wird heute versucht, Risiken zu minimieren. Sicherheit und Technologie sollen so Hand in Hand gehen. Bei Kranen und Hebelösungen trifft auf jeden Fall Pioniergeist auf Ingenieurskunst – und das seit Jahrhunderten.