WMS sind IT-Systeme, die im Lager dafür sorgen, dass die richtige Ware zum richtigen Zeitpunkt in der richtigen Menge und Qualität am richtigen Ort ist. Alle Prozesse vom Wareneingang bis zum Versand – ob manuell oder hochautomatisiert – müssen dabei vom WMS unterstützt und optimiert werden.

Grundsätzlich definiert der Anwender den Umfang des WMS. Jede Funktion, die er für notwendig erachtet, muss in seinem WMS abgebildet sein. Eine gute Orientierung beim Erstellen eines Lasten- und Pflichtenheftes für die (Neu-)Gestaltung der IT-Systemlandschaft bzw. die Auswahl eines WMS gibt die neue VDI-Richtlinie 3601. Sie beschreibt die Kern- und Zusatzfunktionen eines WMS, definiert Begriffe und Abkürzungen, beschreibt das administrative und funktionale Umfeld und erläutert die Integration eines WMS in über- und untergeordnete IT-Systeme.

Offenen Software-Architektur und etablierte Standards

Die beste Kombination von Standards und Speziallösungen bietet ein modular aufgebautes WMS mit individuell einstellbaren Parametern. So muss beim Anwender nicht mehr das gesamte WMS installiert werden, sondern nur noch die dafür benötigten Module. Wird später eine Erweiterung der Funktionalität nötig, können die erforderlichen Module einfach zum bestehenden System hinzugefügt und aktiviert werden.

Moderne WMS basieren auf einer offenen Software-Architektur, die etablierte Standards und Schnittstellen beinhaltet und sehr gut skalierbar ist. Dies vereinfacht spätere Erweiterungen und Änderungen – auch im Hinblick auf die 4. Industrielle Revolution, die einen Paradigmenwechsel von der zentralen zur dezentralen Steuerung von Anlagen und Produkten forciert. Schon heute werden in der Logistik intelligente Ladungsträger oder autonome Fahrzeuge eingesetzt, die sich selbst steuern (Internet der Dinge). Die Integration und die Vernetzung in der IT ist dabei die Voraussetzung für eine Zukunft mit intelligenten Systemen.