Intralogistik als Herausforderung

Der Begriff Intralogistik rückt den betriebsinternen Materialfluss in den Fokus betriebswirtschaftlicher Betrachtung. Rechnerisch ergeben sich die Materialwege auf dem firmeneigenen Gelände (Intralogistik) aus der Differenz von Anlieferungs- und Auslieferungsweg.

Die Perfektionierung des Materialflusses ist eine der großen Herausforderungen für Betriebe, die Waren produzieren, umschlagen und handeln. Wer sich dieser Herausforderung stellt, muss das interne Transportwesen so strukturieren, dass der Materialstrom während der verschiedenen einzelnen Fertigungsschritte und zwischen diesen ohne Stau abläuft.

Dabei gilt es, typische Ursachen von Materialstau zu bekämpfen, sodass die Rohstoffe, Bauteile und Waren stets pünktlich und in der benötigten Menge bereit stehen. Das heißt auch, dass zugeliefertes Material reibungslos in die Intralogistik zu integrieren ist. Das gilt umso mehr, je flacher die betriebseigene Fertigungstiefe ist.

Teilziele intralogistischer Betriebswirtschaft wie das Vermeiden von Verzögerungen und das Erhöhen interner Transportgeschwindigkeiten werden deshalb dem zentralen Ziel „termintreue Lieferung“ untergeordnet. Schließlich resultiert daraus Kundenzufriedenheit.

Beim Umsetzen der genannten Teilziele hilft es, den Materialfluss zu automatisieren. Investitionen in entsprechende Technologien und Technik rechnen sich für große wie kleine und mittelständische Betriebe (KMU), denn sie steigern die Wirtschaftlichkeit nachhaltig. Immerhin verursachen interne Transporte erhebliche Kosten.

Flexible Intralogistik als Chance

Während Sie bei Ihnen Dienste leistenden Transportlogistikern, die mit LKW, Bahn, Schiff und Flugzeug unterwegs sind, in eine relative Terminabhängigkeit geraten, können Sie im eigenen Betrieb vergleichsweise unabhängig dafür sorgen, dass die Intralogistik reibungslos läuft. Dabei kommt es auf das Verhältnis manueller Fördermittel zu moderner Fördertechnik an. Industrie 4.0 ist hier das Rezept der Stunde: Mit Systemen zur  Prozessteuerung lässt sich die Intralogistik perfektionieren, wobei es auf die reibungslose Verzahnung von Produktion und Montage mit dem Warenfluss ankommt.

Intralogistik 4.0 braucht ein hohes Maß an Flexibilität, um mit dem Liefertempo der sich stetig verkürzenden Produktzyklen mitzuhalten, ohne dass Ihre Kosten explodieren. Flexibilität bringen Sie auf verschiedenen Wegen in Ihre Intralogistik, zum Beispiel mit flexiblen Lösungen für buchstäblich fest eingefahrene interne Transportwege.

Flexible Intralogistik dank flexibler Transportmittel

Sogenannte flurgebundene Fördersysteme, die Sie per Zentralrechner steuern, darunter Transportbänder und selbstfahrende Wagen auf Leitsystemen oder Schienen, bewegen Ihre Rohstoffe, halbfertigen Bauteile, Fertigteile und Produkte auf festgelegten Routen, die sich jedoch nur so lange rechnen, wie die Nachfrage nach Ihren Produkten am Markt unverändert bleibt.

Ein statischer Markt ist allerdings unrealistisch. Tatsächlich ist der Markt ein sich dynamisch änderndes System. Wer darin mit Erfolg bestehen will, braucht flexible intralogistische Strukturen. So gibt es längst smarte Transportroboter, die Sie nicht mehr zentral steuern müssen, sondern die dank eigener Rechenleistung einen intelligenten Schwarm (Stichwort: Schwarmintelligenz) bilden und sich unter steter Fortbildung frei im Betrieb bewegen, um Material zu transportieren.

Flexible Intralogistik dank unternehmerischer Schwarmintelligenz

Der Umstieg auf flexible und intelligente Intralogistik 4.0 kostet Arbeit, Zeit und Geld. Doch Sie sind ganz sicher nicht der einzige Betrieb, der sich dieser Herausforderung stellt und nach wirtschaftlichen Lösungen sucht. Vernetzen Sie sich und nutzen Sie die unternehmerischen Schwarmvorteile, die daraus resultieren!

Bevor Sie Ihren Fuhrpark kostenintensiv vergrößern, um für möglichst jede intralogistische Aufgabe gerüstet zu sein, lohnt sich ein Blick auf Alternativen: So könnten Sie Transportmittel wie Gabelstapler & Co. auch zeitweise mieten. Oder Sie investieren tatsächlich in modernes Transportgerät und teilen es mit strategischen Partnern (Stichwort: Sharing Economy).