Für moderne Unternehmen gibt es viele Herausforderungen. Auf manche davon schaut die gesamte Gesellschaft – politische Umstände, Steuergesetzgebung, Fachkräfteausbildung oder technische Produktinnovation wären hier zu nennen. Andere sind nur für die Augen der Fachwelt sichtbar, aber für den Kunden und damit den Erfolg des Betriebes unverzichtbar. Besonderes Augenmerk verdient hier der Bereich Logistik. Solange alles gut funktioniert, redet kaum jemand darüber – aber wenn der Paketzustelldienst wieder einmal beim falschen Nachbarn zugestellt hat, ist der Ärger des Endkunden sofort gegeben.

Ganzer Prozess ist bedeutsam

Logistik setzt aber nicht erst beim Transport zum Endkunden ein. Bereits am Werksgelände des Komponentenzulieferers müssen alle Rädchen ineinandergreifen, Komponenten rechtzeitig und in ausreichender Stückzahl am richtigen Ort und dann auch ohne Probleme zuordenbar sein. Obwohl solche Aufgabenstellungen bereits beim Bau der mittelalterlichen Kathedralen gegeben waren, hatte noch niemand die Idee, von einer eigenen Disziplin zu sprechen.

Erst die militärischen Entwicklungen der Neuzeit machten eine Frühform der Logistik notwendig. Im zivilen Bereich dauerte es wohl bis zum Wirtschaftswunder der 1950er Jahre, bis ein umfassendes Bewusstsein für Logistik einsetzte. Kostenfragen und technische Innovation führten Hand in Hand dazu, dass die Bedeutung von Lagertechnik für Effizienz und Produktivität massiv anstieg.

Doch es sollte noch bis ins dritte Jahrtausend andauern, bis der Begriff Intralogistik definiert wurde. Heute versteht man unter Intralogistik die Organisation, Steuerung, Durchführung und Optimierung des innerbetrieblichen Waren- und Materialflusses sowie die Information darüber.

Information als Schlüssel zum Erfolg

Letztgenannte stellt einen Schlüssel dar. Der beste logistische Prozess kann nicht funktionieren, wenn keiner darüber Bescheid weiß. Hier kommt modernen Informations- und Kommunikationstechnologien zentrale Bedeutung zu. Die Grundlage erfolgreicher Lösungskonzepte innerhalb der Supply Chain ist zweifelsfrei die effiziente, datentechnische Verknüpfung der Intralogistik mit Kunden und Lieferanten – ein ausgeklügelter Prozess. Je besser die Kommunikationswege, desto effizienter die Logistik.

Das Internet wird dabei zur Drehscheibe und hilft dabei, bisherige Ineffizienzen zu überwinden. Der nächste Schritt ist das sogenannte Internet der Dinge, wo der Computer zunehmend als Gerät verschwindet und durch intelligente Gegenstände ersetzt wird. Dazu gehört auch der verstärkte Einsatz intelligenter Roboter. Ihre Programmierung sorgt für Bahntreue, unabhängig von der angehängten Last und der Geschwindigkeit der Roboter. Wer in der Intralogistik aktuelle Entwicklungen verschläft, wird wohl bald im Hintertreffen aufwachen.