Nachhaltiger Umgang mit sensiblen Daten

Als technisches Herzstück eines jeden Unternehmens verarbeitet das Rechenzentrum all die Daten, die tagtäglich in einem Unternehmen produziert und verwendet werden. Wie dieses Datenzentrum genau aussieht, hängt von der Größe eines Betriebes ab. Die Bandbreite reicht dabei von kleinen Serverräumen bis hin zu großen Rechenzentren.

Außerdem stellt jede Branche unterschiedliche Anforderungen an Dimension, Umfang, Leistung und Sicherheit eines Rechenzentrums. Ob Telekommunikationsunternehmen, Finanzdienstleister oder Gesundheitseinrichtung – der Umgang mit den sensiblen Daten wird entweder von den eigenen IT-Abteilungen gehandhabt oder an ausgewiesene Experten ausgelagert.

Um den reibungslosen Ablauf der Programme und Systemkomponenten zu garantieren, braucht es ausgeklügelte Konzepte sowie eine einwandfrei funktionierende Hardware und Software. Zur technischen Infrastruktur gehören aber nicht nur die Rechner selbst, sondern auch die Stromversorgung sowie Belüftungs- und Kühlsysteme.

Hochmodere Kühlsysteme

Ohne Strom läuft in den Rechenzentren gar nichts. Die Sicherstellung einer permanenten und unterbrechungsfreien Stromversorgung ist daher vorrangiges Ziel eines Datenzentrums – auch um dem Horrorszenario eines jeden Betriebes zu entkommen: wenn die IT nicht funktioniert und alles still steht. Verständlicherweise hat daher in jedem modernen Rechenzentrum eine sichere Stromversorgung mit unterschiedlichen Netzbereichen Priorität. Wenn die Rechner dann auf Hochtouren laufen, erzeugen sie Hitze.

Datensicherheit besteht nicht nur aus dem digitalen, sondern auch aus dem physischen Schutz der Daten und der Betriebssicherheit.

Ein weiterer zentraler Baustein eines Rechenzentrums ist daher die Klimatisierung der Serverräume. Ein ausgeklügeltes System, das kühle Luft zur richtigen Zeit an den richtigen Ort lenkt, kann dabei helfen, Energiesparpotenziale zu nutzen. Zwar brauchen Server sowie weitere notwendige Netzwerkkomponenten Strom, doch die meiste Energie muss für die Kühlung aufgewandt werden. Es wundert daher wenig, wenn Themen wie Nachhaltigkeit und Energieeffizienz gerade bei Rechenzentren zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Umweltschonende und energieeffiziente Cloudlösungen

Umweltfreundliches, ressourcenschonendes und nachhaltiges Bauen und Wirtschaften liegt im Trend, der mittlerweile auch bei Datenverarbeitungszentren angekommen ist. Viele Unternehmen interessieren sich daher für energiesparendere und energieeffizientere Rechenzentren – nicht zuletzt auch, um Betriebskosten zu senken. Die Effizienzsteigerungen können dabei beispielsweise durch eine bessere Auslastung der Rechner erzielt werden.

Das Energiesparpotenzial kann außerdem etwa durch den Einsatz von Wärmepumpen in den Kühlkreisläufen genutzt werden. So können etwa Büroräume und Raumlufttechnikanlagen beheizt oder auch Warmwasseranlagen gespeist werden.

Optimierungsmöglichkeiten gibt es zusätzlich bei der chemiefreien Säuberung von Rückkühlanlagen. Wer darüber hinaus noch etwas für die Umwelt tun möchte, kann beispielsweise ökologisch erzeugten Strom nutzen oder auch Regenwasser zur Reinigung der Kälteanlagen verwenden.

Wie für andere Unternehmensbereiche auch, gibt es mittlerweile für Rechenzentren Qualitätskriterien und Gütesiegel für Nachhaltigkeitsinitiativen. Ebenso existieren inzwischen mit Europäischen Normen Zertifizierungsmöglichkeiten, um Einrichtungen und Infrastrukturen von Rechenzentren übergreifend prüfen zu lassen. Dazu zählen etwa Gebäudekonstruktion, Stromversorgung, Regelung von Umgebungsbedingungen, Infrastruktur der Telekommunikationsverkabelung sowie Management und Sicherheitssysteme.

Rechenzentren als Innovationsmotoren

Wer also seine Daten dezentral an Anbieter von Rechenzentren auslagern möchte, sollte nach entsprechenden Zertifikaten Ausschau halten. Auslagerungen haben den Vorteil, dass sich Spezialisten insbesondere mit den jeweilig im Land geltenden Bestimmungen für Datenschutz bestens auskennen und sich um die Sicherheit der Daten kümmern können.

Die Datensicherheit besteht aber nicht nur aus dem digitalen, sondern auch aus dem physischen Schutz wertvoller Daten und der Betriebssicherheit. Überdies sollen die Rechenzentren „zukunftsfit“ sein, um die Daten auch langfristig nutzen zu können. So werden beispielsweise hybride Cloud-Lösungen in den nächsten Jahren verstärkt genutzt werden. Und auch hier können sich Unternehmen gezielt an Green Investment orientieren und ihre Daten nachhaltig – im doppelten Wortsinne – werden lassen.