Im Internet können wir inzwischen komfortabel aus einem nahezu unüberschaubaren Sortiment auswählen und in der Regel kostengünstig per Mausklick einkaufen. Viele KonsumentInnen schätzen diese Einfachheit und nützen die Möglichkeiten des Onlinehandels immer häufiger.

Demzufolge ist die Frage durchaus berechtigt und es ist zugegebenerweise nicht ganz leicht, als traditioneller Händler diese Herausforderung zu meistern. Sicher ist, dass einige Händler die nächsten Jahre nicht überleben werden, aber ich bin überzeugt, dass für die meisten eine realistische Chance besteht. Nur muss sich der Händler auf seine Kernkompetenzen besinnen und zumindest drei essenzielle Punkte erfüllen.

Zuerst muss er den KonsumentInnen die Auswahl aus einem Überangebot an Produkten durch eine qualifizierte Vorauswahl (1) erleichtern! Ein zu breites Sortiment verunsichert und verzögert lediglich Kaufentscheidungen. Zudem muss ein angemessener Preis (2) festgelegt werden. KundInnen kennen in der Regel die günstigen Onlinepreise, akzeptieren jedoch durchaus argumentierbare Preisdifferenzen.

In gleicher Weise ist eine kompetente Beratungs- und Serviceleistung (3) wichtig, die zugleich ein Argument für die Preisdifferenz ist. Auch wenn das nach einem „eh klar“ klingt, so zeigt eine Vielzahl an Testeinkäufen, dass zahlreiche Händler diese Punkte nicht erfüllen.

Natürlich muss auch die Onlinewelt in den stationären Handel integriert werden. So kann das eingeschränkte Sortiment mittels virtueller Regalverlängerung (z.B. mit im Geschäft vorhandenen Tablets) beliebig erweitert werden. Das gewünschte Produkt wird als Serviceleistung besorgt, geliefert und gegebenenfalls serviciert! Eine repräsentative Unternehmens-Webpage mit Reserve&Collect-, Buy&Deliver- und innovativen Location-Based-Services wird immer wichtiger.