JASCH-IT
Ein Büro ohne Papierchaos?

Was für einige UnternehmerInnen vielleicht undenkbar scheinen mag, ist dank Digitalisierung und neuer Technologien zukünftig durchaus realistisch. Es ist ein Bekanntes, dass die Digitalisierung längst in unseren Büros Einzug gehalten hat. Oft überwiegt jedoch noch die Unsicherheit oder Unkenntnis, welche Dateien digital aufbewahrt werden können. Die Digitalisierung ermöglicht nicht nur ausgewählten Mitarbeiten orts- und zeitunabhängigen Zugriff, sondern vermeidet auch Papiermüll und macht so Stück für Stück unsere Büros etwas nachhaltiger.

Für unverbindliche Rückfragen und Anfragen zu Produkten und Lösungen wenden Sie sich gerne an digitalisierung@jasch-it.at

Wie hoch ist aus Ihrer Sicht die Awareness im unternehmerischen Mittelstand, was IT-Infrastruktur betrifft?

In meinem Feld bin ich überwiegend mit KundInnen konfrontiert, die die Digitalisierung mitgemacht haben. Wer aktiv nach einem IT-Dienstleister sucht, erfüllt oft schon einen gewissen IT-Standard. Allerdings kommt es manchmal vor, dass KundInnen etwa nicht genau wissen, was für einen Server sie eigentlich benutzen – da findet man ab und zu veraltete und vor allem inhomogene Infrastruktur vor.

Wir werden allerdings eher von Menschen kontaktiert, die bereits wissen, dass IT notwendig ist, aber sie wollen eine bessere oder sicherere Beratung haben.

Beratung ist in einer Partnerschaft ja besonders wichtig.

Ja. PartnerInnen bezeichne ich dann als solche, wenn bereits ein Projekt gemeinsam erfolgreich umgesetzt wurde. Ab diesem Zeitpunkt weiß man, dass es funktioniert, dass die Werte dieselben sind. Wir verfolgen einen hohen Standard, wo es in der Zusammenarbeit gewisse Faux-Pas nicht geben darf.

Die Herausforderung ist, solche PartnerInnen zu finden – wir streben, wo es nötig und sinnvoll ist, längerfristige Partnerschaften an. Das bedeutet für uns, dass wir unsere Arbeit so machen, dass das Gegenüber auch weiter mit uns arbeiten will.

Welche Services sind aus Ihrer Sicht besonders wichtig?

Unsere primäre Zielgruppe sind Unternehmen zwischen 15 und 100 MitarbeiterInnen. Da ist der reguläre IT-Support, der First-Level-Support, sowieso klar. Ein wesentlicher Punkt ist dabei die IT-Security. Das geht über Backup und Firewall weit hinaus.

Heutzutage geht es stark um interne Prozesse, etwa im Kontext der neuen Datenschutz-Grundverordnung, wo der Kunde wissen muss, dass seine Daten sicher sind. Aber nicht nur seine, sondern auch die seiner KundInnen. Das ist momentan einer der wichtigsten Services überhaupt.

Die Datenschutz-Grundverordnung ist ja in aller Munde. Wie beurteilen Sie da die Lage?

Sie ist eine Herausforderung, auf jeden Fall. Aber wenn man sich gut vorbereitet, ist sie bewältigbar. Allerdings ist das eine komplexe Materie, die mehr als hausbackene Lösungen braucht. Da muss rechtzeitig professionell agiert werden. Es ist noch genug Zeit, aber faul darf man nicht sein.

Welche Ängste und Sorgen haben nach Ihrer Erfahrung KMU heute – neben der Sicherheit?

IT-technisch up to date zu sein. Die Welt verändert sich sehr schnell und ein Unternehmer muss sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren können – das kann er nur, wenn er nicht im Hinterkopf die Sorge hat, dass sozusagen nebenher sein Standard veraltet. Das in professionelle Hände zu legen, löst schon viele Probleme. Cloudservices etwa helfen, standortunabhängiger zu werden.

Die Technik muss auf Qualität geprüft werden, es braucht ein Monitoring. Manche brauchen vielleicht eine App für ein bestimmtes Thema. Gerade KMU können das nicht immer selbst machen. Wenn es ein Unternehmenswachstum gibt, verändern sich auch interne Prozesse. Diese Veränderung muss laufend in der IT und in den Standards abgebildet werden.

Wie können Sie als IT-Dienstleister diesen Ängsten vorbeugen?

Eine herausragende Kundenbeziehung ist das Fundament für Sicherheit. Hierbei zählen vor allem Kleinigkeiten, wie das Einhalten von Vereinbarungen. Bei Projekten offen zu kommunizieren, wenn es Bedenken gibt und diese mit einem verhältnismäßigen budgetären Rahmen versehen.

Die meisten KundInnen möchten in grundlegende Entscheidungen einbezogen werden. Unsere Aufgabe ist es, zwei bis drei Vorschläge zu machen, damit dann mit geringem Zeitaufwand Entscheidungen getroffen werden können. Hier fühlen KundInnen dann die Sicherheit unserer kompetenten IT-Betreuung.

Last but not least ist eine klare Dokumentation zu liefern: einerseits durch das Ticketing System, auf das unsere KundInnen jederzeit zugreifen können und andererseits durch die Vorlage einer Systemdokumentation, wenn der Kunde diese braucht.

Wie geht es dem unternehmerischen Mittelstand aus Ihrer Sicht?

Die Kluft zwischen Großen und Kleinen wächst. Der Mittelstand selbst leidet enorm unter den viel zu hohen Abgaben und Lohnnebenkosten. Das ist für den Arbeitnehmer eine Belastung, weil er relativ wenig herausbekommt. Und für den Unternehmer ist es eine Zwickmühle, weil ihn ein Arbeitnehmer ja trotzdem sehr viel kostet. Wenn ein Mitarbeiter 2000 Euro netto verdient, muss der Dienstgeber diese Summe noch einmal drauflegen.

Wenn der Mitarbeiter 3000 Euro netto verdient, muss er über 50 Prozent noch als Lohnnebenkosten rechnen. Das ergibt eine Schere, die immer weiter aufgeht und die dazu führt, dass letztlich beide Seiten unzufrieden sind. Das heißt auch, dass der Mittelstand im Verhältnis zu dem, was er leistet, am wenigsten herausbekommt.