Prof. Georg Schitter
Professor für industrielle Automatisierungstechnik an der TU Wien

Automatisierungssysteme bezeichnen verschiedene Techniken, die in der Produktion zum Einsatz kommen. Die Sensortechnik etwa dient dazu, um automatische Abläufe bis ins Detail zu überwachen. „Sensoren sind unsere Augen und Ohren, mit denen wir den Zustand der Anlage überwachen können“, erklärt Georg Schitter, Professor für Industrielle Automationstechnik an der TU Wien. Die Sensorik überprüft so, ob ein Roboter richtig positioniert ist oder ob er ein Element richtig greifen kann. Diese Information verwendet die automatische Steuerungstechnik wiederum, um die Antriebselemente entsprechend zu manövrieren, beispielsweise damit Roboter richtig positioniert werden.
Jedoch wird es bei diesem Stand der Dinge nicht bleiben, wie Professor Schitter prognostiziert: „In Zukunft wird die Messtechnik immer häufiger direkt in die Produktion integriert. So kann die Qualität produzierter Güter kontinuierlich überwacht und aufgrund dieser Informationen der Produktionsprozess auch gesteuert werden. Das führt wiederum zur Steigerung der Produktqualität und reduziert den Ressourcen- und Energieverbrauch in der Fertigung.“
Der Standort Österreich im Speziellen sei laut Schitter sehr gut aufgestellt. Hierzulande gebe es eine historisch sehr gut entwickelte ingenieurswissenschaftliche Ausbildung und starke Unternehmen, auch im Bereich der Klein- und Mittelbetriebe, die sich auf die Automation spezialisiert haben. Schitter: „Das lässt alles auf die Zukunft hoffen. Wir haben einen guten Status quo, den, wenn wir strategisch richtig vorgehen, gut halten oder sogar ausbauen können.“