Was wäre eine Firma ohne Daten? Kaum zu glauben, dass das Produzieren, Speichern, Verwalten oder Ändern von Daten einmal nicht zum täglichen Geschäft gehört hat. Die zunehmende Bedeutung der Verarbeitung von Daten Rechnung tragend, mussten in den letzten Jahrzehnten Räume und Infrastrukturen entwickelt werden, die den informationstechnischen Workflow garantieren können.

Heute sind Rechenzentren in ihren unterschiedlichen Größen kaum mehr aus der betrieblichen Praxis wegzudenken. Immerhin laufen hier alle wichtigen Prozesse eines Unternehmens zusammen. Kein Wunder also, dass sich in größeren Firmen ganze IT-Abteilungen mit Rechenzentren beschäftigen. Mittlerweile gibt es aber auch die Möglichkeit, Rechenzentren quasi an darauf spezialisierte Firmen „auszulagern“.

Außerdem wird die Speicherung und Verwaltung von Daten in Cloud-Lösungen immer gefragter und beliebter. Aufgrund dessen, dass Rechenzentren strom- und energieintensiv sind, rücken mittlerweile auch Themen rund um die Energieeffizienz im IT-Bereich stärker in das Zentrum der Aufmerksamkeit.

Hardware, Software und das richtige Klima

Die räumliche und technische Ausstattung eines Rechenzentrums hängt natürlich von der Größe eines Unternehmens und dessen betrieblichen Anforderungen ab. Die technische Grundausstattung eines Rechenzentrums besteht zumeist aus einer Reihe an Servern und Speichergeräten. Neben der entsprechenden Hardware hält eine umfassende Software die IT-Prozesse eines Unternehmens am Leben.

Je nach Branche können außerdem unterschiedliche Sicherheitsstandards zum Tragen kommen, da beispielsweise Gesundheits- oder Telekommunikationsdienste mit öffentlich weitaus sensibleren Daten arbeiten, als in anderen privatwirtschaftlichen Bereichen. Unabhängig davon ist der Sicherheitsaspekt hinsichtlich der Datenspeicherung in jedem wirtschaftlichen Sektor von immenser Bedeutung.

Sichere Stromversorgung und Schutz vor Überhitzung sind essenzielle Ziele.

Ebenfalls von großer Wichtigkeit ist, dass es in den Serverräumen weder zu heiß noch zu trocken oder feucht ist. Auf die richtige Temperatur und Luftfeuchtigkeit kommt es also an, denn nur dann können die Speichergeräte auch einwandfrei laufen. Da Rechenzentren hochkomplizierte, technische Gebilde darstellen, ist eine regelmäßige Wartung wichtig, damit die IT auch wirklich reibungslos läuft.

Gewartet werden sollten dabei vor allem alle Systemfunktionen, Sicherheitsmaßnahmen, Belüftungssysteme sowie die einzelnen Netzwerkkomponenten. Dass die Wartungsarbeiten von Fachkräften durchgeführt werden sollten, versteht sich dabei von selbst.

Energieeffizienz für die Bits und Bites

Neben den technischen und datenbezogenen Anforderungen an ein Rechenzentrum ist logischerweise Strom ein wichtiger Punkt. Würde die IT nicht so funktionieren wie es ein Unternehmen tagtäglich benötigt, führt das nicht nur zu Frust vor dem MitarbeiterInnen-PC, sondern kann im schlimmsten Fall auch ernsthaften wirtschaftlichen Schaden nach sich ziehen. Kurz gesagt: auf ein Rechenzentrum muss man sich verlassen können.

Sichere Stromversorgung und Schutz vor Überhitzung sind daher essenzielle Ziele. Die richtige Klimatisierung wird damit zum Meisterstück für Planung, Nutzung und Wartung eines Rechenzentrums. Obwohl die einzelnen Netzwerkkomponenten Strom benötigen, ist der Energieaufwand für die Kühlung des Raumes deutlich höher.

Es ist daher augenscheinlich, dass ressourcenschonende und möglichst nachhaltige Kühlsysteme einen enormen Benefit für Umwelt, aber auch für das betriebliche Budget bringen können. So können etwa neben Ökostrom auch durch Außenluft-Kühlsysteme in kälteren Jahreszeiten sowie Pumpen für gebäudeinterne Umlagen von Wärme helfen, Energiesparpotenziale zu nutzen.

Denn um Zukunftsorientierung geht es nicht nur in Klima- und Umweltfragen, sondern auch bei den firmeneigenen Bits and Bites.