Know-how und Wissen sind die Rohstoffe der Zukunft und für ein Land wie Österreich sind diese Faktoren ein wichtiges wirtschaftliches Potential. Umso mehr müssen Unternehmen der Cyber-Security, also der Sicherheit von Datennetzen innerhalb ihrer Organisationen, Aufmerksamkeit schenken.

Die zusätzliche IT–Sicherheit mag zunächst ein Mehraufwand sein. Experten sehen hier einen völlig neuen Markt entstehen, der in naher Zukunft rund hundert Milliarden Dollar jährlich erwirtschaften könnte. Klar ist heute schon, dass Unternehmen aufrüsten müssen und zwar sowohl in entsprechendes Personal als auch in intelligente Automation.

Fachkräftemangel in der Cyber-Security

Immer noch fehlen in Österreich entsprechende Fachkräfte. In der Szene wird der Vorwurf erhoben, dass die österreichische Bildungspolitik die Wichtigkeit dieses Bereiches noch nicht erkannt habe. Um gut ausgebildete Experten zu erreichen, haben der Verein Cyber-Security Austria, das Kuratorium Sicheres Österreich und das Abwehramt ein Cyber-Security Challenge entwickelt, in dem junge IT-Talente gesucht werden.

Dabei wollen die Verantwortlichen versuchen, den Hackerbegriff positiv zu besetzen und zu verhindern, dass das Wissen der jungen IT-Profis illegal eingesetzt wird. Vielmehr, so das Kalkül der Initiatoren, könnte es zur Abwehr von Attacken verwendet werden.

Automatisierung in der IT-Sicherheit

Vor dem Hintergrund knapper Personalressourcen kommt der Automatisierung eine besondere Rolle zu, denn manuell lassen sich viele Angriffe aufgrund ihrer Häufigkeit schon gar nicht mehr abwenden.Automatische Warnungen und intelligente Identifizierungen von Sicherheitsvorfällen sind in Zukunft gefordert, um systemrelevante von nicht bedrohlichen Angriffen unterscheiden zu können.

Aber auch recht banale Themen bergen Risiken für Unternehmen. So können die für Firmenzwecke eingesetzten privaten Smartphones, auch unter dem Begriff «BYOD» - Bring Your Own Device – geradezu Scheunentore aufreißen. Malware, mit der sich private Geräte zu Hause infizieren, kann beim Einloggen in die Firmen IT-Infrastruktur des Unternehmens Schaden verursachen.

Eine brandaktuelle Studie ergab, das zwar 78 Prozent der Befragten ihre mobilen Geräte mit Passwörtern schützen, doch 42 Prozent davon geben diese Information sorglos an ihre Lebensgefährten weiter und bei einem Großteil der Befragten dürften gar Kinder mit den mobilen Devices spielen. Tatsachen, bei denen die Nackenhaare von IT-Security-Experten zu Berge stehen.