E-Commerce bedeutet für marketingorientierte Unternehmen längst viel mehr als der einfache Betrieb eines Webshops. Ein frisch gelaunchtes Produkt wird in einer Presseaussendung angekündigt, auf Messen präsentiert, die Werbematerialien an externe Händler verschickt, im Webshop eingepflegt, in Online-Versandhäusern integriert und Social-Media-Kanäle gespielt.

Letzteres ist so diversifiziert und facettenreich, dass es selbst für erfahrene Produktmanager oft eine zeitintensive Herausforderung darstellt. Denn jede Social-Media-Plattform erfordert spezifische Inhalte mit unterschiedlichen Ausrichtungen.

Inhalte als Vermögen

Diese unglaubliche Datenmenge, die meist für jedes einzelne Produkt und jede Kampagne angefertigt wird, lässt moderne Unternehmen zu nennenswerten Content-Publishern werden. Um den Informationspool auch verwalten zu können, verfolgen viele Marketing-Experten eine Strategie, die sich Digital Asset Management (DAM) bzw. Media Asset Management (MAM) nennt.

Jede Mediendatei wird dabei als „Asset“ – also Vermögenswert – interpretiert und von einer DAM-Software gespeichert, verwaltet und ausgespielt. Wenn man bedenkt, dass der Erfolg des Omni-Channel-Marketings wesentlich von den Inhalten – dem Content – abhängt, dann wird der Stellenwert des Digital Asset Managements schnell bewusst.

Redundanz, Datenintegrität und Datenkonsistenz meistern

Die umfangreiche Datenflut ist ohne DAM meist mehrfach gespeichert (Redundanz), Inhalte müssen auf Fehler- und Widerspruchsfreiheit geprüft werden (Datenintegrität) und korrelierender Content muss am gleichen aktuellen Stand sein (Datenkonsistenz).

Eine DAM-Software ist nicht nur der Speicher- und  Verwaltungsort, sondern auch jenes Umfeld, in dem Mediadateien angepasst werden. So wird etwa Bildmaterial automatisch in die nötigen Formate konvertiert und exportiert, damit dieses direkt in unterschiedlichen Umfeldern implementiert werden kann. Das Erfüllen variierender Vorgaben in punkto Größe und Auflösung wird so nicht zum mühsamen Zeitfresser.

Wiedererkennbare Markenbotschaft schaffen

Durch die Vielzahl der Kommunikationskanäle löst „Storytelling“ die klassische Produktinformation ab. Den Konsumenten wird ein personalisiertes, digitalisiertes Markenerlebnis geboten. Konsistenz ist hier ein zentrales Element, schließlich soll das Erlebnis auf jeder Plattform in gleicher Qualität ermöglicht werden. Eine DAM-Software verfügt über Schnittstellen zu allen Webseiten und Distributionskanälen, sodass sich der Marketer über die Aktualisierung an weiteren Stellen keine Gedanken mehr machen muss.

Die neuen Portraitbilder des frisch gewählten Vorstandes oder das aktuelle Kampagnen-Sujet kann also mit minimalem Aufwand an jeden „Port of Interest“ ausgeliefert werden. DAM bildet außerdem die erste Anlaufstelle für Vertriebsmitarbeiter auf jedem Kontinent, um Zugang zu den neuesten Sales-Präsentationen und Produktbeschreibungen zu erlangen.

Durchblick im Dschungel der Lizenzierung

Nahezu alle Unternehmen, die E-Commerce als Teil der Verkaufsstrategie sehen, arbeiten mit Fotografen zusammen und beziehen Stockfotos aus externen Bilddatenbanken. Grafiken werden oft von unterschiedlichen Projektteams zu unterschiedlichen Zeiten und für unterschiedliche Zwecke erworben. Ist die Datei dann erst einmal in den unendlichen Weiten der Firmendatenbank verschwunden, verschwendet oftmals niemand mehr einen Gedanken an Lizenzbedingungen und Bildrechte. Intelligente Softwaressysteme lösen auch diese Anforderungen gekonnt.