Mittlerweile sind sie auch im traditionell etwas gemütlicheren Mitteleuropa nicht mehr zu übersehen, die Spuren der Digitalisierung. Ihre ersten Anzeichen gab es Mitte des 20. Jahrhunderts, auch wenn die meisten Menschen im Alltagsleben eher mit der Lupe danach hätten suchen müssen.

Etwa seit Mitte der 1990er-Jahre war die digitale Technologisierung dank E-Mail & Co. fester Bestandteil in den allermeisten Büros und mit dem Siegeszug der Smartphones ist sie auch im privaten Bereich voll sichtbar geworden. Dennoch: Die Menschheit steht heute nur insofern an ihrem Zenit, als dass es noch nie zuvor in der Weltgeschichte höhere technische Standards gab. Das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht. Einer der jüngsten Schritte war die Cloud-Technologie.

Digitales Hoch

Das ist insbesondere im Arbeitsleben immer wieder sichtbar. Jeder Erwerbstätige kennt die Situationen, wo er mit lästigen IT-Problemen zu kämpfen hat, wo eine Lösung noch nicht vollends praktikabel ist oder wo völlig neue Lösungsanforderungen auftreten, die nicht absehbar waren. Für Betriebe und ArbeitnehmerInnen bedeutet das oft herausfordernde und spannende Zeiten.

Ein wichtiger Aspekt ist bei aller Vorsicht, zu der man in Europa oft zu sehr neigt, dass die Digitalisierung insbesondere in den Hochlohnländern der einzige Weg ist, produzierende Betriebe mittelfristig zu behalten. Die Werkzeuge der Digitalisierung sind die Versicherung, dass MitarbeiterInnen nicht durch Roboter ersetzt werden.

Mobile Computer

Der aktuellste dieser Trends sind sogenannte Wearables, also tragbare Computersysteme. Dazu gehören etwa Armbanduhren, die mit Smartphone und PC vernetzt sind, aber auch Brillen wie Google glass. Unter Experten gelten Wearables als der logische nächste Schritt, den ein Unternehmen, das die Zeichen der Zeit ernst nimmt, tätigen muss.

Trotz der digitalen Automatisierung werden gerade in Mitteleuropa immer noch viele Produktionsschritte manuell abgewickelt, und das, obwohl längst die Daten vorhanden wären, um die Effizienz zu steigern. Wearables bringen diese Daten direkt und schnell zu MitarbeiterInnen.

Klare Konditionen

Im produzierenden Bereich liegen die Vorteile auf der Hand. Solcherart lassen sich Fehlerquoten reduzieren und Qualitätskontrollen unterstützen. Produktionsabläufe werden auf diese Weise nicht nur schneller, sondern auch genauer und besser. Entscheidend für den Erfolg der Wearables ist die individuelle Nutzererfahrung ihrer AnwenderInnen.

Der Mitarbeiter darf sie nie als Kontrollinstrument empfinden, sondern muss vor allem Vorteile dadurch haben. Dazu gehört etwa ein entsprechender interner Datenschutz und klarer Respekt der Freizeit. Dann kann die Technologie den Menschen optimal unterstützen.