In Deutschland arbeitet, laut Informationen der Bitkom, bereits jedes dritte Unternehmen mit ERP-Systemen, ein weiteres Fünftel der Unternehmen plant die Einführung. Das ist kaum verwunderlich. ERP-Systeme profitieren von dem Umstand, dass durch die zunehmende digitale Vernetzung in Unternehmen, vor allem auch in fertigenden Betrieben, immer mehr Daten anfallen.

Diese sind für sich allein genommen aber oft nur wenig wertvoll. Gebündelt erlauben Sie es aber, frühzeitig positive wie negative Trends zu erkennen und entsprechend zu reagieren. Längerfristig liefern sie wertvolle Informationen für die strategische Unternehmensplanung.

ERP-Systeme erfüllen im Wesentlichen eine Integrationsaufgabe. Sie sollen sämtliche Facetten der Wertschöpfungs- und Produktionskette miteinander verbinden und sichtbar machen und so Geschäftsprozesse optimieren. Damit ein ERP-System das leisten kann, braucht es entsprechende Schnittstellen, die es erlauben, unterschiedliche Drittsysteme zu integrieren.

Offen für Veränderung

Da sich Unternehmen beständig verändern brauchen sie Systeme, die mit ihnen mitwachsen, anstatt sie am Wachstum zu hindern. Auch im Umfeld der Unternehmen finden konstant Veränderungen statt. Gerade im Finanzbereich gibt es immer wieder gesetzliche Änderungen, die das Rechnungswesen von Unternehmen betreffen.

Unter besonderen Vorzeichen stellt sich diese Frage für internationale Unternehmen, die in jeder Region stetig die Übersicht über relevante Regelungen behalten müssen. Professionelle ERP-Anbieter unterstützen Unternehmen hierbei mit entsprechenden Lokalisierungs-komponenten, die eine rechtskonforme Abwicklung der Buchhaltung sicherstellen.

Big Bang oder Rollout?

Big-Bang-Strategien beschreiben eine Komplettumstellung innerhalb eines knappen Zeitraums, während bei Rollout-Strategien ERP-Systeme schrittweise implementiert werden. Unterschiede bestehen beim Ressourcenaufwand, der Belastung der MitarbeiterInnen und der Laufzeit.

In einem ERP-Report aus den USA bewerten rund ein Viertel aller Befragten die ERP Einführung in ihrem Unternehmen als Fehlschlag. Das zeigt, dass die Implementierung ein voraussetzungsvoller Prozess ist und auf das Unternehmen abgestimmt sein muss. ERP kann gut funktionierende Organisationen noch besser, schlechte aber nicht schlagartig zu guten machen.

Allgemein gilt: Unternehmen, die bereits über gepflegte Stammdaten verfügen und dem Leitbild einer prozessorientierten Organisation entsprechen, sind klar im Vorteil. Entscheidender Faktor sind nicht zuletzt die MitarbeiterInnen. Sie besitzen Detailwissen über Prozesse und Abläufe, die bei der Implementierung eines ERP-Systems oftmals von entscheidender Bedeutung sind. Werden Sie zudem bereits bei Planung und Implementierung eingebunden, ist die Bereitschaft, das System anzunehmen, deutlich höher.