Den Vereinten Nationen zufolge werden im Jahr 2050 rund 70 Prozent der Bevölkerung in Städten leben. Nicht nur weltweit, auch in Österreich wachsen die Städte. Die ländlichen Gegenden sind zunehmend dünner besiedelt. Für urbane Räume bedeutet der Bevölkerungszuwachs: mehr Gebäude, mehr Verkehr, mehr Bedarf an Arbeitsplätzen, Einkaufsmöglichkeiten und Freizeitangeboten. Und vor allem auch: noch höherer Energieverbrauch.

Das Konzept der Smart City setzt genau hier an. Durch intelligente, ausgeklügelte Maßnahmen sollen alle BürgerInnen eine hohe städtische Lebensqualität genießen können. Besonderes Augenmerk wird dabei auf neue Energietechnologien gelegt. Sie stehen für Energieeffizienz, Ressourcenschonung und eine Reduktion von Emissionen.

Das Internet der Dinge nutzen

Eine der Grundlagen für die Entwicklung von Smart-City-Konzepten ist das Internet der Dinge (IoT). Diese neue Technologie ermöglicht beispielsweise Projekte wie die Vernetzung von Parkplätzen und Straßenlaternen. Weitere Einsatzmöglichkeiten in intelligenten Städten sind ressourcenschonende Stadtbeleuchtungen, die nur dann anspringen, wenn sich draußen Menschen bewegen.

In Gebäuden und Infrastruktur verbaute Sensoren und Chips ermöglichen es, den Energie- und Stromverbrauch zu regulieren. Beim Smart Waste Management wird der Müll direkt in unterirdischen Systemen entsorgt, recycelt oder verbrannt. Sharing-Modelle für individuelle Verkehrsmittel wie Elektroautos oder E-Scooter sind ebenso möglich wie eine effiziente, nachhaltige Urban-Gardening-Lebensmittelversorgung.

Offene Fragen zu klären

Vorangetrieben wird die Idee der Smart City von großen, internationalen Technologiekonzernen. Zu den Vorteilen zählen vor allem die Einsparungsmöglichkeiten im Bereich Energie und CO2-Emissionen. Es gilt aber auch noch zahlreiche offene Fragen zu beantworten. Kritiker merken zum Beispiel an, dass in derart vernetzten Städten Datensicherheit und Ausfallszenarien geklärt werden müssten.