Eine „nachhaltige Entwicklung“ unserer Lebens- und Arbeitswelten bildet die Grundlage für sozialen Zusammenhalt und die Zukunft unseres Landes. Wir brauchen eine Wirtschaft, die Anreize für Wohlstand und soziale Absicherung setzt, aber auch sorgsam mit unseren Ressourcen umgeht. Nur wenn wir gemeinsam Verantwortung übernehmen, können wir den nächsten Generationen ein lebenswertes Österreich übergeben. Nachhaltiges Wirtschaften im Sinne der Kreislaufwirtschaft ist somit das Gebot der Stunde. Von Produkten mit hoher Reparaturfähigkeit bis zum Thema „nachhaltiges Konsumieren“ müssen hochwertige Stoffkreisläufe das oberste Ziel sein.

Als Umweltminister verfolge ich hier eine klare Strategie: Ich unterstütze heimische Unternehmen auf vielfältige Weise – durch Beratungen, Förderungen und ein maßgeschneidertes Informations- und Bildungsangebot. Mit dem Österreichischen Umweltzeichen bieten wir KonsumentInnen eine klare Orientierung für nachhaltiges Einkaufen. Eine Win-win Situation für Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft gleichermaßen.

Heimische Unternehmen zeigen beim Thema Nachhaltigkeit schon heute großes Engagement, sowohl in Europa als auch weltweit. Nachhaltig zu agieren ist längst zum Tagesgeschäft von vorausblickenden Unternehmen geworden. Dies beginnt schon beim Produktdesign – zum Beispiel mit der Verwendung von umweltfreundlichen Chemikalien im Produktionsprozess.

Der grüne Sektor ist ein Zukunftsmarkt. Die Umwelttechnikindustrie erwirtschaftete in Österreich 2015 rund 9,7 Milliarden Euro. Green Jobs bieten jungen Menschen wichtige Perspektiven am Arbeitsmarkt. Jede oder jeder neue Beschäftigte in der Umwelttechnikindustrie schafft annähernd zwei zusätzliche Arbeitsplätze in anderen Bereichen der österreichischen Volkswirtschaft.

Die Umweltförderung spielt dabei eine entscheidende Rolle. Seit mehr als 20 Jahren beweist sie, dass der Schutz unserer Umwelt und der natürlichen Ressourcen Hand in Hand mit nachhaltigem Wirtschafts- und Beschäftigungswachstum geht. Allein mit den im Jahr 2015 vergebenen Förderungen wurde ein Investitionsvolumen von 1,7 Milliarden Euro ausgelöst. Investitionen, die Aufschwung für die österreichische Wirtschaft bringen, Green Jobs sichern und positive Umwelteffekte erzeugen.

Dass sich Investitionen in den Umwelt- und Ressourcenschutz rentieren, verdeutlichen Zahlen aus dem Umwelttechniksektor: Im wirtschaftlich wichtigen Ressourcen- und Abfallmanagementsektor zählt Österreich zu den internationalen Vorreitern. Heimische Unternehmen tragen durch modernste Deponietechnik sowie intelligente Abfallsammel- und Wiederverwertungssysteme entscheidend zur Verbesserung des Ressourcenhaushalts bei.

Mit meiner Initiative „ RESET2020“  wurde darüber hinaus ein Programm gestartet, das die Ressourceneffizienz steigert, aber auch den Trend zum nachhaltigen Konsum verstärkt und die Kreislaufwirtschaft stimuliert. Ein aktueller Schwerpunkt ist dabei die Programmlinie „Materialeffizienzberatung für Betriebe“, die insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen Orientierung für ressourceneffiziente Produktionsprozesse und einen optimierten Ressourceneinsatz geben soll. Begleitet wird dieser Schwerpunkt durch bewusstseinsbildende Maßnahmen für langlebige und reparaturfreundliche Produkte im Rahmen von „Bewusst kaufen“.

Ich lade alle interessierten Unternehmen ein, sich gemeinsam auszutauschen und zu vernetzen. Nutzen Sie unsere vielfältigen Angebote – davon profitieren wir alle.