Steigerung der Energieeffizienz

Im April 2013 teilte Bundesminister Mitterlehner mit, dass das Bundesenergieeffizienzgesetz den Ministerrat passiert hat. Betriebe mit über 50 Mitarbeitern müssen künftig ein Energiemanagementsystem einführen.

Doch nicht nur deshalb ist das Thema Energieeffizienz im Fokus von Unternehmen und auch Konsumenten: Nachhaltigkeit ist bei steigenden Preisen und einem vermehrten Umweltbewusstsein immer wichtiger. Wie viel Strom, Wasser oder Gas verbraucht eine Unternehmung und wo liegen die Schwachstellen? Wie lassen sich Energie und somit auch Kosten einsparen und welche Alternativlösungen zur Energiegewinnung gibt es? Modernes Energiemanagement ist der Schlüssel zur Klärung dieser Fragen.

Umfassendes Ressourcenmanagement

Grundvoraussetzung für eine nachhaltige Verbesserung der Energiebilanz eines Unternehmens ist ein umfassendes Ressourcenmanagement, welches die Wechselwirkungen zwischen den Energielieferanten und -verbrauchern, sowie deren Schwachstellen im Verbrauch ersichtlich machen kann. Da der Energieverbrauch immer auch von der Jahreszeit, der Betriebsbelastung, der Anzahl an Angestellten wie natürlich auch dem aktuellen Energiepreis abhängt, ist es für Betriebsmanager oftmals schwierig, den genauen Verbrauch im Auge zu behalten. Softwarelösungen lassen sich einfach in den Betrieb implementieren und helfen bei der Analyse. Sie erfassen den Gesamtenergieverbrauch und teilen diesen in unterschiedliche Kategorien wie beispielsweise Heizen, Kühlen, Warmwasseraufbereitung, elektrische Energie, Transport oder Emissionen auf.

Mittels Auswertung der Daten kann nicht nur der Gebäudemanager ablesen, wo Schwachstellen beim Verbrauch liegen, sondern auch der Anlagenführer oder der Abteilungsleiter für ihn wichtige Kennzahlen erfahren.

Neue Investitionen und Ausbildungen in Energiemanagement lohnen sich

Mittels solcher Methoden kann ein Betrieb erkennen, wo neue Investitionen nützlich wären oder bei welchen Prozessen Einsparungen möglich sind, denn Energie wird nicht nur bei voller Produktionsauslastung verbraucht, sondern beispielsweise auch, wenn die Maschinen still stehen. Berichte von Firmen, die sich einem umfassenden Energiemanagement verschrieben haben, zeigen, dass Investitionen in wenigen Monaten amortisiert sind.

Zudem bieten Hochschulen bereits zertifizierte Studien- und Lehrgänge zum Thema Energiemanagement an, welche sich vor allem an Geschäftsführer, Gebäudemanager, Techniker und Umweltbeauftragte richten und über verschiedene Varianten informieren. Denn so unterschiedlich Betriebe sind, so differenzierter sind auch die Möglichkeiten, Energie einzusparen.