Ing. Mag. Markus Aschauer
Geschäftsführer der ATGA

Moderne Berufsbezeichnungen führen oft in die Irre: Die Sekretärin wird auf Neu-Deutsch zur Office Managerin, die Hausfrau zum Domestic Engineer, der Hausbesorger zum Facility Manager.

Durch englische Ausdrücke sollen gebräuchliche Bezeichnungen von Berufen, die nicht immer das beste Ansehen haben, aufgewertet werden. Doch gerade hinter dem Ausdruck Facility Manager verbirgt sich wesentlich mehr: „Wir sind diejenigen, die sicherstellen, dass sich ein Unternehmen auf sein Kerngeschäft konzentrieren kann und alles funktioniert“, sagt Markus Aschauer.

Hauptkostenbereiche: Technik, Energie & Reinigung

Instandhaltung und Betrieb einer Liegenschaft verursachen neben dem Personal die höchsten Kosten. Indem sie sich alle damit verbundenen Kostenpunkte genau anschauen und Verbesserungsvorschläge liefern, helfen Facility Manager Unternehmen dabei, Geld zu sparen. „In Summe gibt es rund 200 Bereiche, die wir uns anschauen und zu verbessern versuchen“, so Aschauer. „Etwa die psychische Arbeitsplatzevaluierung.“

Besonders wichtig seien jedoch die Bereiche Technik, Energie und Reinigung, so Aschauer: „Hier gibt es am meisten Potenzial.“ Dabei halten sich alle drei Bereiche in etwa die Waage: „Ein großes Haus kostet circa dasselbe in der Reinigung, wie in der Technik oder Energie.“

Facility Manager finden und kommunizieren Optimierungspotenzial

Gerade der Bereich Energie und Umwelt stehe dabei seit einigen Jahren im Mittelpunkt. „Die Frage ist jedoch nicht, ob man die Heizung um ein Grad herunter drehen kann, sondern wie man durch konzeptionelles und integratives Denken zu einer besseren Lösung kommen kann.“ Ein Ansatz, der die Kernkompetenzen eines Facility Managers deutlich macht: Kommunikation mit allen Beteiligten. „Um bessere und kosteneffektivere Immobilien zu bekommen, brauchen wir alle Kompetenzen am Tisch“, meint der Gebäude-Experte. Diese reichen vom Bauherrn über den Architekten bis hin zum Facility Manager.

„Wir müssen alle voneinander lernen und die Standpunkte des Anderen verstehen.“ Die Aufgabe des Facility Managers ist es dabei, alle Ideen zu sammeln, diese zu messen und den Beteiligten zu kommunizieren. „In vielen Fällen ist das Verbesserungspotenzial ganz wo anders zu finden, als man glauben würde. Einen Hausbesorger gibt es bei den Gebäuden, mit denen wir uns befassen, eher nicht."