Das Bewusstsein von Bauherrn und Immobilieneigentümern gegenüber Facility Management (FM) hat sich in den letzten Jahren in Richtung der Nutzungsphase verschoben. Das verstärkt aber auch die Erwartungshaltung, dass sich Planung und Errichtung in einem noch stärkeren Ausmaß auf den späteren Betrieb ausrichtet. Das lässt sich nur dann erfüllen, wenn die Optimierung der Prozesse in allen Lebensphasen als gemeinsames Ziel anerkannt wird.

FIM

Dafür braucht es einen interdisziplinären Ansatz und eine gemeinsame Sichtweise auf die Prozesse in der Planungs-, Errichtungs- und Nutzungsphase. Dieser ermöglicht aber auch eine durchgehende Datenkette von der Entwicklung bis in den Betrieb der Immobilie, was schlussendlich einer der wesentlichen Mehrwerte für Bauherrn ist.

Einen wesentlichen Beitrag dazu bilden Projekte, die mittels Building Information Modeling (BIM) abgewickelt werden. Wenngleich die besondere Herausforderung ist, dass diese Modelle nicht beim Übergang in die Nutzung enden, sondern in ein Facility Information Modeling (FIM) für die Nutzung überführt werden.

PPP

Es ist natürlich klar, dass diese Neuerungen, insbesondere in den ersten bzw. Pilotprojekten zu Mehraufwänden führen. Erfreulicherweise sind Bauherrn aber oftmals dazu bereit, einen Teil dieser kostenmäßigen Mehraufwände zu übernehmen, da dadurch Mehrwerte durch Kosten- und Risikominimierungen im späteren Betrieb entstehen.

Die Sicherstellung eines unterbrechungsfreien Datenüberganges von der Planung und Errichtung in den Betrieb ist einer der wesentlichen Mehrwerte für den Bauherrn und Nutzer bei einem gemeinsamen Prozess.

Dieser Fokus auf den gemeinsamen Prozess findet nunmehr auch in Österreich durch die erfolgreiche Umsetzung von Lebenszyklus- bzw. Public-Private-Partnership (PPP)-Projekten große Unterstützung.

FMA

Die Verbindung von Kompetenzen in Planung, Errichtung und Betrieb von Gebäuden ist eine der wesentlichen Zielsetzungen, mit der sich die Facility Management Austria (FMA) - das Netzwerk für Facility Management in Österreich - intensiv beschäftigt.

Das ist auch einer der Gründe, weshalb die Facility Management Austria (FMA) eine der vier Trägerorganisationen der Plattform 4.0 (planen.bauen.betreiben) ist, um die Digitalisierung und Prozessoptimierung im Bau-, Immobilien- und Facility Management zu unterstützen.