Das europäische Qualitätszertifikat der ÖGNI ist nie fertig. Es wird ständig weiterentwickelt, verbessert, an die neuesten Erkenntnisse aus Forschung, Industrie und Betrieb angepasst. Zurzeit arbeiten die Experten der ÖGNI und ihrer Schwesterfirmen in ganz Europa an einer Weiterentwicklung der Zertifikate rund um die Dimension eines nachhaltigen Betriebs. Denn die Betrachtung der Nachhaltigkeit eines Gebäudes endet nicht bei der Fertigstellung.

Es ist erwiesen, dass nachhaltig geplante und gebaute/sanierte Gebäude über ihren Lebenszyklus wirtschaftlich sinnvoller betrieben werden können als andere. Investitionen in bessere Technik, sinnvollere Baustoffe und in eine auf einen optimierten Betrieb ausgerichtete Planung amortisieren sich in kurzer Zeit.

Voraussetzung für diese Amortisation ist ein gut ausgebildetes und eingeschultes Facility Management. Nicht nur in Zeiten der rasant fortschreitenden Digitalisierung hat der Betrieb eine wachsende Bedeutung für die Nachhaltigkeit eines Gebäudes. Der Grad der tatsächlichen Energieeffizienz wird genauso durch den Betrieb bestimmt, wie die Wirtschaftlichkeit der Instandhaltung.

Zukunftsthemen wie z.B. die Einbeziehung von Gebäuden in die Energieversorgung einer Region (Optimierung Stromverbrauch, Energiespeicher) können nur über einen Betrieb, der am letzten Stand der Technik agiert, gelöst werden.

Zukünftig werden die Themen Sanierung, Neugestaltung bestehender Bausubstanz und Verdichtung einen höheren Stellenwert in der Bauwirtschaft bekommen. Die Sanierung bereits existierender Immobilien und die Umnutzung bestehender Objekte sind besondere Herausforderungen an die Planung. Eine Planung, die einen effizienten und nachhaltigen Betrieb sicherstellen soll, aber auch die Bedürfnisse der Menschen im Gebäude zufriedenstellt.

Die Auditoren der ÖGNI stehen hier mit passenden Checklisten und Steckbriefen den Bauherrn als Berater zur Verfügung. Mit der „blueCARD“ hat die ÖGNI ein Instrument zur Zertifizierung bestehender Bausubstanz geschaffen, mit deren Hilfe der Betrieb einer Immobilie optimiert werden kann.

Letztendlich dienen alle Maßnahmen, die für eine erfolgreiche Zertifizierung getroffen werden, der Verbesserung der Lebenszykluskosten des Objekts, denn: Nachhaltigkeit muss sich rechnen, sonst ist sie nicht nachhaltig.