Nachhaltig bauen und sanieren

Für Gebäude bedeutet dies, egal ob sie neu gebaut oder saniert werden, dass die nachhaltigen Änderungen von außen gut erkennbar und umfassend wirksam sind. Bei einer nachhaltigen Sanierung handelt es sich also nicht um das Auftragen eines oberflächlichen Make-Ups, sondern um eine wirksame und effektive Verbesserung des Objektzustandes. Diese muss allumfassend geschehen. Neue Technologien für Fenster, Sonnenschutz, Fassade, Dach und Haustechnik gehören genauso dazu, wie die Errichtung von Photovoltaik oder Warmwassersolaranlagen.

Die Veränderungen sind oftmals optisch und technisch beeindruckend und für alle sichtbar. Dies bringt viele Vorteile für Unternehmen. Einerseits steigert es das Wohlbefinden der Mitarbeiter, aber auch der Kunden, andererseits lässt sich nachhaltige Bauweise auch werbe- und medienwirksam verkaufen und erhöht den Wert der Immobilie.

Vorteil Sanierung eines Gebäudes

Ob eine Sanierung lohnenswerter als ein Neubau ist, muss natürlich von Fall zu Fall entschieden werden. Grundsätzlich bestehen aber viele Vorteile, die bei einer Sanierung genutzt werden können: Es wird auf bereits vorhandene Bausubstanz zurückgegriffen. Dies spart Geld und auch Zeit. Da die bestehende Substanz bereits baubehördlich bewilligt wurde, verkürzen und vereinfachen sich Behördenverfahren.

Im Gegensatz zu einem Neubau auf einem neuen Areal ist bei einer Sanierung die Infrastruktur (Strom, Gas, Wasser, Kanal etc.) schon vorhanden. Auch sind Aufschließungskosten und oftmals viele Nebenkosten (Gehsteigabgabe etc.) bereits bezahlt. Nicht nur die Infrastruktur im Objekt selbst ist schon vorzufinden, sondern auch jene in der Umgebung. Denn meist befinden sich die Betriebe auf 20 bis 30 Jahre alten Arealen und sind somit gut in die Umgebung (Bus, Bahn, Hotellerie, Gastronomie etc.) eingebunden. Davon profitieren sowohl Mitarbeiter als auch Kunden.

Vorsicht beim Umbau ist geboten

Eine nachhaltige Sanierung bringt allerdings auch Herausforderungen mit sich. So ist stets der statische Zustand der Bausubstanz zu berücksichtigen. Durch die baulichen Veränderungen können höhere Nutzlasten entstehen. Deswegen muss die Tragfähigkeit kontrolliert werden. Auch ist auf Langzeitschäden aus der Vergangenheit, wie zum Beispiel Durchfeuchtung des Kellers, Vermorschungen, Versalzungen oder Verrostungen zu achten. Die bisherige Bauklasse bzw. Bauweise spielt natürlich auch eine gewichtige Rolle und lässt möglicherweise noch zusätzliche Flächen oder Aufstockungen zu.

Grundsätzlich geht es bei einer nachhaltigen Sanierung also darum, die vorhandenen Ressourcen und Potenziale insgesamt bestmöglich zu nutzen. Ein umfassendes Konzept bis hin zur Errichtung einer Photovoltaikanlage ist dabei vonnöten. Wie es genau aussieht, muss je nach Bedarf und Nutzung des Gebäudes entschieden werden. Ein förderungsoptimierter Ansatz sollte dabei derzeit unbedingt verfolgt werden. Umweltrelevante Maßnahmen im Zuge einer Sanierung sind in Österreich förderbar! Wo Energieeinsparungspotenzial vorhanden ist, sollte vor der Umsetzung des Bauvorhabens herausgefunden und das Projekt dementsprechend geplant und realisiert werden.