Biogas ist ein methanhaltiges Gas, welches beim Abbau von organischen Materialien unter Luftabschluss entsteht. In Österreich werden derzeit knapp 300 Biogasanlagen betrieben, die überwiegend Ökostrom und Wärme in Kombination produzieren. Man kann den Methananteil des Biogases aber auch technisch abtrennen, womit ein erdgasgleiches Biomethan entsteht.

Biomethan kann, über das Gasnetz transportiert, in jeder Gastherme oder als Treibstoff in Gasfahrzeugen genutzt werden. Egal, ob das Biogas zur Strom-, Wärme- oder Treibstoffproduktion verwendet wird, in jedem Fall sind weniger fossile Energieträger notwendig, wodurch die Erreichung der vereinbarten Pariser Klimaziele unterstützt wird.

Beständige Elektrizität

Biogas ist eine wichtige Stütze, wenn es darum geht, die Stromversorgung jederzeit zu sichern. Während bei Photovoltaik und Windrädern die Sonne bzw. der Wind die Stromproduktion bestimmen, nutzt die Biogasanlage die in den organischen Materialien gespeicherte Sonnenenergie.

Biogene Abfälle (wie z.B. Speisereste oder Abfälle der Lebensmittelverarbeitung) oder Wirtschaftsdünger (aus der Tierhaltung) fallen laufend an, Pflanzen (wie z.B. Ernterückstände aus der landwirtschaftlichen Produktion) können verlustarm gelagert werden. Durch die Nutzung dieser organischen Materialien wird eine stete Biogas- und in weiterer Folge eine stete und verlässliche Strom- und Wärmeproduktion erreicht, welche unabhängig vom Wetter ist.

Ökologische Mobilität

Gasfahrzeuge können mit Biomethan betankt werden. Dadurch sinken nicht nur die CO2-Emissionen, die Feinstaubbelastung und die NOx-Emissionen im Vergleich zu Benzin. Auch die Ökobilanz ist gleichwertig zu Fahrzeugen mit Brennstoffzellen oder der Elektromobilität.

Und zu guter Letzt werden mit Biogas die regionale Wertschöpfung gesteigert und damit Arbeitsplätze geschaffen. Denn von jedem  Euro, der in Biogasanlagen investiert wird, verbleiben über 90 Prozent in der österreichischen Wirtschaft.