Die positive Entwicklung kann für verschiedene Beschäftigtengruppen und unterschiedliche Generationen eintreffen und wirken. Der Schlüssel dieser Entwicklung ist die Digitalisierung, die weit mehr als nur der Einsatz von Informationstechnologie ist. Sie wird alle Sparten der Immobilienbranche beeinflussen und diese vernetzen. Damit entwickelt sich z.B. aus Nutzersicht ein höheres Maß an Transparenz beim Betreiben von Gebäuden,  damit bei den Betriebskosten, und beim Errichten von Gebäuden.

Dieses Informationsmanagement betrifft alle Lebenszyklusphasen eines Gebäudes, also die Planung, Errichtung, den Betrieb und den Umbau des Gebäudes. Die Themenbereiche für den Einsatz der digitalen Tools sind: Energie, Sicherheit, Arbeitsschutz, Budget, Gewährleistung, Umzug, Vermarktung, Vergabe, Vermietung, Ausschreibung, Störungsbehebung, Flächenmanagement, Reinigung, Kostenplanung, Simulation, Raumbelegung etc..

Die Immobilienwirtschaft liegt aktuell beim Digitalisierungsgrad weit hinter Branchen wie Finanzwesen, Medienindustrie oder Fahrzeugindustrie. Sie nimmt aber gerade massiv Fahrt auf, um auf den Stand der Nordeuropäer zu kommen. Eines der wichtigsten Tools für die Aufholjagd ist BIM – building information modeling. Mit dieser Methode kann man ein ganzes Gebäude virtuell exakt abbilden und Planungsfehler lange vor dem Baubeginn erkennen (Formel 1 Autos werden so schon seit 10 Jahren gebaut und virtuell getestet). Diese BIM Daten werden dem Betreiber als FIM Daten (facility information management) übergeben und von ihm genutzt (kennt man in der Formel 1 seit 10 Jahren als Telemetrie).

Diese Technologie ist in Österreich noch in den Kinderschuhen, wie es das Handy vor 10 Jahren auch war. Aber für die Entwicklung, Umsetzung und Nutzung werden Leute gebraucht, die komplexe Prozesse bearbeiten wollen, die mit Technologie umgehen wollen, die kosteneffizient sein wollen und die, die ihre Erfahrung mit der Jugend teilen wollen. Dann werden wir Häuser bauen, die flexibel genutzt werden können, die modernen Umweltnormen entsprechen und leistbar sind, weil sie professionell bewirtschaftet werden.

Eigentlich eine riesige Challenge für die nächsten Jahre planen.bauen.betreiben 4.0.

Dieses Thema wird auch beim FM-Day 2016 am 28. September 2016 im Park Hyatt Vienna diskutiert.