Das österreichische Netzwerk für Facility Management (FMA und IFMA Austria) sieht sich als Kommunikationsforum für eine zukunftsorientierte Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Berufsgruppen und Verbänden sowie Bildungs- und Forschungseinrichtungen. Eine zentrale Aufgabe ist die Identifikation von Trendentwicklungen im Facility Management (FM).

Die Aus- und Weiterbildungsbetriebe bestimmen durch ihre Curricula die Qualifikation des Facility Managers von morgen. So ist es die Aufgabe der Vereine, die Entwicklungen, Zukunftsthemen und Sichtweisen der Institutionen in Österreich zu bündeln und deren Betrachtung darzulegen.

Gezielte Untersuchungen

Im Rahmen einer Studie haben FMA und IFMA Austria untersucht, welche Game-Changer die Aus- und Weiterbildungsinstitutionen sehen, wie das Berufsbild wahrgenommen wird und wie die Ausbildung eines Facility Managers aktuell ist bzw. sein sollte. An der österreichweit durchgeführten Umfrage haben insgesamt 23 Aus- und Weiterbildungsinstitutionen, welche im fachlichen Kontext zum Facility Management stehen, teilgenommen.

Die Umfrage zeigt diverse Ansatzpunkte für weitere notwendige Tätigkeiten der Netzwerke in der Branche. Dabei identifiziert die Studie eindeutig das Themengebiet Digitalisierung (> 70 Prozent) als den Impulsgeber im Facility Management. Andere Themen wie die Änderung des Anforderungsprofils von KundInnen oder disruptive Technologien werden als weniger wichtig seitens der Bildungseinrichtungen erachtet.

Klare Resultate

Neben den Zukunftsthemen wurde befragt, wie das Berufsbild des FM-lers laut den Ausbildungsinstitutionen von außen wahrgenommen wird. Hier sind die Befragten der Ansicht, dass der Facility Manager bisher eher als Techniker oder Hausmeister wahrgenommen wird, wohingegen laut den Bildungsinstitutionen der Facility Manager primär als ein Schnittstellenmanager (65 Prozent) zu betrachten ist.

Ebenso wie bei der Perspektive des Berufsbildes zeigt sich eine Diskrepanz zwischen der aktuellen und der geforderten Ausbildung eines Facility Managers. Die Bildungsinstitutionen gehen davon aus, dass lediglich ein Viertel aller Facility Manager ein Studium absolviert haben, wobei drei Viertel der Institutionen der Meinung sind, dass ein Studium an einer Universität oder Fachhochschule notwendig wäre.