Es ist eine Angewohnheit unserer modernen Zeit, dass regelmäßig neue Begriffe im medialen Diskurs auftauchen, die es früher in dieser Form nicht gab. Oft haben diese ihre Wurzel in der englischen Sprache. Kein Wunder: Während Deutsch seit jeher die Sprache der Dichter und Philosophen war, ist das Englische als Sprache des Handels entstanden, einer Branche, bei der prägnante Formulierungen schon durch die Umstände vorherrschen. Für Unternehmer ist auch heute Englisch die bevorzugte Sprache.

Spezialisierung entscheidet

Einer dieser Begriffe ist das Facility Management. Wer als deutsche Entsprechung „Gebäudeverwaltung“ vermutet, der liegt damit nicht ganz falsch, aber eben auch nicht ganz richtig. Doch dazu später mehr. Machen wir zuerst eine kleine Gedankenreise. Wir stellen uns ein beliebiges Unternehmen vor, sagen wir, einen mittelständischen Industriebetrieb, der Drucker und Kopierer herstellt.

Dieser Betrieb wird über verschiedene Gebäude verfügen – jedenfalls Büro- und Verwaltungsgebäude, aber natürlich auch Produktionsgebäude. Vielleicht gibt es auch noch Wohngebäude für die Belegschaft. Dazu kommen Firmenparkplätze und Garagen für den Fuhrpark. Das alles sind Facilities, die entsprechend verwaltet und betreut werden müssen.

Viele Facetten ergeben ein größeres Ganzes

Damit ist auch klar, warum wir heute „Facility Management“ sagen: Der reine Begriff der Gebäudeverwaltung würde schlichtweg nicht zutreffen. Nun ist unser Unternehmen zur Erkenntnis gelangt, dass es sich auf seine Kernkompetenzen konzentrieren und seine Ressourcen nicht für das Facility Management verwenden möchte. Daher hat es sich einen externen Dienstleister gesucht, der spezialisierter und kostengünstiger agieren kann. Seither läuft unser Industriebetrieb wesentlich effizienter und ist damit erfolgreicher.

Wenn wir weiter über dieses Thema nachdenken wird schnell klar, dass Facility Management von Verwaltung und Bewirtschaftung von Gebäuden, Anlagen und Einrichtungen über das Abfall-Energiemanagement bis hin zur Wärmeversorgung reicht. Natürlich wollen die Anlagen auch gewartet und sauber gehalten werden. Es handelt sich also um einen sehr umfassenden Auftrag, den der Dienstleister zu erfüllen hat. Bei der Vielzahl an Bereichen, die es zu beachten gilt, ist ein umfassendes Monitoring unumgänglich – schließlich liegt in all den genannten Bereichen im wahrsten Wortsinn direktes Geld (siehe Grafik).

Stichwort: Transparenz

Wer hier den Überblick verliert, der wird bald mit steigenden Kosten zu rechnen haben. Zu groß wird der Reibungsverlust an den Schnittstellen, zu unkontrolliert laufen die vielen unterschiedlichen Prozesse, die in ihrer Gesamtheit über Sparsamkeit oder Ineffizienz entscheiden. Professionelle Monitoringprozesse und ihre modernen Tools sind unumgänglich, um ein gesundes Verhältnis zwischen Kostenfaktoren und Qualitätssicherung zu gewährleisten.

Dabei müssen ebenso technische wie kaufmännische Aspekte berücksichtigt werden. Gelingt das, so wird unser Unternehmen auch weiterhin mit Druckern und Kopiergeräten gutes Geld verdienen und dabei auch seine Facilities optimal einsetzen – ein entscheidender Faktor für deren effiziente wirtschaftliche Nutzung, der auch zum Wohlfühlen der Mitarbeiter und damit deren Produktivität beiträgt und so zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil wird.