Dass fossile Brennstoffe wie zum Beispiel Erdöl endlich sind, weiß man seit Jahrzehnten – Energiesparen ist angesagt. Gleichzeitig sollte die benötigte Energie so umwelt- und klimafreundlich wie möglich erzeugt werden. Das Stichwort lautet: erneuerbare Energien. Also Energie aus Quellen, die sich von selbst erneuern oder deren Nutzung die Quelle zumindest nicht erschöpft.

Raus aus der Nische

In den vergangenen Jahren sind die erneuerbaren Energien quasi aus der Nische hervorgekommen und wurden intensiv weiterentwickelt. Die EU fördert erneuerbare Energieträger seit rund 20 Jahren durch ihre aktive Energiepolitik. In Österreich liegt der Anteil an erneuerbaren Energieträgern laut Umweltministerium aktuell bei etwas mehr als 32 Prozent. Darüber hinaus sorgt die „grüne Energie“ mittlerweile für rund 37.000 Arbeitsplätze.

Wasser, Sonne, Holz & Co.

Zu den regenerativen Energien zählen etwa Wasserkraft und Solarenergie, aber auch nachwachsende Rohstoffe wie Holz. Durch ihren Einsatz werden konventionelle Rohstoffe geschont, somit sinkt auch der Ausstoß von Kohlendioxid. Gleichzeitig vermindert sich die Abhängigkeit von Rohstofflieferanten. Erneuerbare Energien helfen dabei, die Versorgungssicherheit eigenverantwortlich aufrecht zu erhalten.

Strom aus Wind gewinnen

Auch die Energieerzeugung durch Windkraft hat sich in Österreich in den vergangenen zwei Jahrzehnten kontinuierlich entwickelt. Aktuell gibt es der IG Windkraft zufolge knapp 1.200 Windkraftanlagen. Diese versorgen mehr als 40 Prozent der heimischen Haushalte mit sauberem Strom. Im laufenden Jahr sollen rund 60 weitere Anlagen hinzukommen.

Vorteile von Windkraft

Während kleinere Windkraftanlagen bestimmte Gebiete dezentral mit Energie versorgen, wird der Strom von größeren Anlagen ins Versorgungsnetz eingespeist. Die Erzeugung von Windenergie ist besonders nachhaltig, da die Windräder nur wenig Fläche benötigen und niedrige Emissionen haben.

Es entstehen beispielsweise weder Verbrennungsprodukte noch Abfallenergie. Darüber hinaus produziert ein Windrad an einem durchschnittlich gutem Standort bereits nach drei bis vier Jahren mehr Energie als insgesamt in seiner Lebenszeit verbraucht wird.

Spielregeln beachten

Trotzdem ruft die Windkraft immer wieder auch Kritiker hervor. Die Windräder seien mitunter zu laut und würden das Landschaftsbild zerstören. Professionelle Hersteller halten mit Argumenten dagegen: Solange man gewisse Spielregeln befolge, könne man negative Auswirkungen einfach vermeiden. Richtig angeordnet, sei etwa der Schall nicht wahrnehmbar – Straßenlärm sei um ein Vielfaches lauter. Sie weisen auf das übergeordnete Hauptziel von Windkraft hin: fossile und atomare Kraftwerke zu minimieren.