Die Baubranche befindet sich im Wandel. Die Nachfrage nach intelligenten Wohn- und Zweckbauten, die eine höhere Wohn- und Lebensqualität bieten, steigt. Gebäude können heute schon mit mobilen Geräten wie Smartphones oder Tablets bedient und gewartet werden. Künftig werden weitere Funktionen über das Gebäude hinaus eine Interaktion mit den Versorgungsnetzen möglich machen, um den Bedarf und das Angebot von regenerativen Energien zu managen.

Um ein Smart Building zu realisieren, müssen die Gebäudefunktionen digitalisiert, vernetzt und die Abläufe automatisiert werden. Hierfür ist eine ganzheitliche und gewerkeübergreifende Gebäudeautomation mit offenen und flexiblen Produkten und Lösungen unabdingbar. Schon die gemeinsame, integrale Planung gewinnt an Bedeutung. Denn durch intensiven Austausch aller Projektbeteiligten erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass Pläne seltener geändert werden müssen und klarer wird, was die Anforderungen an den Gebäudelebenszyklus sein werden.

Herausforderung BIM

Experten glauben allerdings, dass mit steigenden Anforderungen an moderne Gebäude eine integrale Planung ohne Softwareunterstützung schwierig wird – auch unabhängig von der Gebäudeautomation. „Building Information Modeling“ (BIM) beschreibt eine Methode der optimierten Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Gebäuden mit Hilfe von Software und auf Basis von 3D-Daten.

Der Vorteil von BIM: Sämtliche zu Projektbeginn kalkulierten Daten fließen in eine transparente, gewerkeübergreifende Planung, die allen Akteuren zu jeder Zeit als gemeinsame Gesprächsgrundlage dient. Von der Durchgängigkeit der Planungsdaten profitiert im späteren Betrieb des Gebäudes auch das Facility Management, denn es kann die hinterlegten Angaben nutzten, um die Objektbetreuung zu optimieren.

Digitalisierung auf dem Vormarsch

Ein Drittel der Unternehmen arbeiten bereits nach dieser Methode – Tendenz steigend. Denn die Digitalisierung bringt nach einer aktuellen Studie der Telekom klare Vorteile: 35 Prozent der Unternehmen, die bereits digitale Maßnahmen ergriffen haben, konnten dadurch ihren Umsatz um 35 Prozent steigern. 45 Prozent erhöhten zudem die Kundenzufriedenheit und 44 Prozent konnten durch Digitalisierung die Qualität ihrer Produkte und Services verbessern.

Neben BIM werden weitere digitale Methoden und Technologien, wie Cloud-Computing, Big Data oder Predictive Maintenance und vorausschauende Wartung, Smart Buildings den Weg bereiten. Schon heute lässt sich das Gebäudemanagement mit intelligenten Steuerungen über eine sichere VPN-Verbindung aus dem Gebäude heraus in die Cloud verlagern. Über mobile Endgeräte kann dann standortunabhängig auf die Daten zugegriffen werden.