Das Schlagwort PropTech setzt sich aus den beiden englischen Begriffen Property Services (Dienstleistungen der Immobilienbranche) und Technology zusammen. Dieser Überbegriff bezeichnet die digitale Transformation in der Immobilienwirtschaft, welche sich an Unternehmen und Endverbraucher richtet.

Als PropTechs bezeichnet man Start-ups, aber auch etablierte Unternehmen, welche sich mit der Digitalisierung im Zuge der ganzen Wertschöpfungskette beschäftigen. Es sind somit alle Bereiche, angefangen von der Planung bis hin zur Vermarktung und Verwaltung der Immobilien betroffen.

Mehr Effizienz

Durch neue Technologe soll die Abwicklung von Geschäftsabläufen effizienter und serviceorientierter gestaltet werden. Beziehungsweise entstehen durch neuen Technologien und Innovationen ganz neue Geschäftsmodelle, welche der Markt bis dato nicht kannte. Speziell Start-ups haben das vorhandene Potenzial am Immobiliensektor erkannt und gelten als Innovationstreiber.

Im stark wachsenden Bereich Facility Management können zum Beispiel durch den Einsatz von BIM (Building Information System) digitale Standards gesetzt werden, welche die Nachhaltigkeit und Effizienz der gesamten Immobilie steigern.

Mehr Potenzial

Das Potenzial entdecken mittlerweile auch immer mehr Risikokapitalgeber. Laut einer Studie von Re:Tech wurden 2017 global 12,6 Milliarden Dollar von Venture Capitals im PropTech-Bereich investiert. 2016 waren es noch 4,2 Milliarden Dollar. Die Digitalisierung nimmt in diesem Bereich immer mehr an Fahrt zu. Neue PropTech-Funds werden gegründet und frisches Kapital für Investitionen ist am Markt verfügbar.

Mehr Innovation

Das Potenzial haben Julia Arlt, Jörg Buß und Ferdinand Dietrich erkannt, welche 2017 die apti – Austrian PropTech Initiative – ins Leben gerufen haben. Die Initiative vernetzt PropTechs mit Branchenteilnehmern. Die drei sind selbst Founder von PropTechs beziehungsweise in der Immobilienwelt tätig. „Ziel unserer Initiative ist es, PropTechs mit etablierten Marktteilnehmern zu vernetzen und Mehrwert in der digitalen Zukunft zu schaffen. Wir möchten den Turbo in der Traditionsbranche zünden“, schildert Dietrich.