Sicherheit ist eines der Grundbedürfnisse des Menschen. Dabei ist er es gewohnt, dass sich die formellen Instanzen der Sozialkontrolle um eben dieses Bedürfnis kümmern. Seit einigen Jahren jedoch vollzieht sich ein Wandel in der Sicherheitsarchitektur, der dem Einzelnen mehr Verantwortung für die Aufrechterhaltung der eigenen Sicherheit zuweist.

Abhängig vom Grad der persönlich wahrgenommenen Unsicherheit gewinnen dabei Strategien an Bedeutung, mit denen sich Eindringlinge durch den Einsatz technischer Sicherungssysteme abwehren lassen. „Staatliche Förderungen, die es für Sicherheitssysteme gibt, zeigen, dass auch der Staat ein Interesse daran hat, dass sich die Bürger zu einem gewissen Teil für ihre Sicherheit selbst verantwortlich fühlen“, sagt Thomas Forstner, Generalsekretär des VSÖ (Verband Sicherheitsunternehmen Österreichs). Ziel ist es, durch die Errichtung aufwendiger Schutzmechanismen die Tatbegehung zu erschweren bzw. die dafür benötigte Zeit zu verlängern, um so die Entdeckungswahrscheinlichkeit zu erhöhen.

Breites Spektrum

Zu diesem Zwecke gibt es eine Vielzahl von Sicherheitslösungen. Von Alarmanlagen über Tür- und Fenstersicherheitssysteme, Schließanlagen bis hin zur Videoüberwachung. Alarmanlagen bestehen grundsätzlich aus drei verschiedenen Teilen. Einem wahrnehmenden Teil, bestehend aus Meldern und Meldesystemen.

Außerdem gibt es die zentralen Einrichtungen, die die Informationen des wahrnehmenden Teils auswerten, die eingehenden Informationen elektronisch überprüfen und die Anlage mit Strom versorgen. Der dritte Teil ist der Alarmierungs- und Registrierungsteil. Neben der Aktivierung eines gut hörbaren Alarmsignals, wird auch, wenn gewünscht, eine hilfeleistende Stelle verständigt. „Wird ein solcher Alarm ausgelöst, besteht zum Beispiel die Möglichkeit, dass ein Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsunternehmens eine Kontrollfahrt antritt und sich vor Ort ein Bild davon macht, ob es sich um einen Fehlalarm oder einen Ernstfall handelt“, erklärt Forstner.

Wellen statt Kabel

Die neueste Entwicklung in diesem Bereich sind Funkalarmanlagen. Die Vorteile solcher Systeme liegen auf der Hand. So kann ein Betrieb jederzeit damit nachgerüstet werden und die Installation funktioniert extrem schnell. Dabei gibt es keinen Schmutz, weil keine Stemmarbeiten notwendig sind und es gibt auch keine störenden Kabel.

Denn wie der Name schon verrät, übermitteln Funkanlagen die millionenfach codierten Signale per Funk und nicht wie herkömmliche Einbruchmeldeanlagen kabelgebunden. Außerdem sind die Systeme beliebig ausbaubar – wächst das Unternehmen, so wächst die Alarmanlage einfach mit. Auch der Umzug in andere Objekte ist kein Problem, da die einzelnen Komponenten am neuen Standort einfach neu installiert werden können.

Moderne Anlagen erlauben es, dass man mit ihnen kommuniziert. Mit Hilfe einer Dualantennentechnologie ist es jederzeit möglich, den aktuellen Stand der Alarmzentrale per Knopfdruck abzufragen.

Profis gegen Profis

Der technologische Fortschritt befördert einen steten Wettstreit zwischen innovativer Technik zum Schutz von Personen und deren Besitz und den Möglichkeiten ihrer Überwindung durch Kriminelle. Um sich ausreichend zu schützen, empfiehlt es sich, sich von Sicherheitsexperten beraten zu lassen. Diese erstellen ein individuelles Konzept für das jeweilige Objekt und sorgen somit für größtmöglichen Schutz.


Facts

Eine Funkalarmanlage besteht aus mehreren verschiedenen Elementen:

  • Alarmzentrale: zeigt den aktuellen Systemstatus an und ist mit allen sich in Betrieb befindlichen Meldern und Sensoren verbunden.
  • Melder: erkennen die lauernden Gefahren und melden diese an die Zentrale. Dabei kommen verschiedenste Arten zum Einsatz: Öffnungs-, Bewegungs-, Glasbruch- und Erschütterungsmelder.
  • Alamierung: wird ein Melder bei einem Ereignis aktiviert, wird eine Alarmreaktion ausgelöst. Diese kann akustisch oder optisch sein und schreckt Angreifer ab. Außerdem kann automatisch Hilfe per SMS oder Anruf angefordert werden.
  • Bedienelemente: die Aktivierung bzw. Deaktivierung der Anlage funktioniert per Fernbedienung, Knopfdruck, PIN-Code, Chipschlüssel oder sogar über das Mobiltelefon.
  • Mechatronik: Funk-Fenstersicherungen und Funk-Türzusatzschlösser hindern Einbrecher schon beim Einstiegsversuch ins Objekt.