Sicherheit ist für die Menschheit ein zentraler Punkt – das ist nicht erst heute so, schon seit Jahrhunderten befassen sich Regierende, Generäle, Polizei und private Experten intensiv mit diesem Thema. Es wird geforscht, entwickelt, verworfen, neu begonnen, ausprobiert und gefeilt, was das Zeug hält. Kein Wunder: Schon der berühmte US-amerikanische Psychologe Abraham Maslow siedelte Sicherheit in seiner Bedürfnispyramide an der Basis an.

Wer im Bereich Sicherheit forscht, kommt schnell zu einer grundlegenden Erkenntnis: Obwohl es natürlich gewisse allgemeingültige Regeln gibt, ist dennoch eine Lösung nie zweimal exakt gleich anwendbar. Was beim Nachbarn funktioniert, muss bei mir nicht gleichermaßen gut passen. Anders gesagt: Wer wirklich auf „Nummer sicher“ gehen will, der bevorzugt eine individuelle, maßgeschneiderte Lösung.

Gebäudeart entscheidet über Konzept

Wenn man von dieser Ausgangsbasis den Gebäudeschutz betrachtet, wird schnell deutlich, worum es geht: Ein größeres Firmengelände ist anders zu schützen als eine historische Anlage wie ein Schloss, eine Kirche oder ein Museum – und für ein Eigenheim sind auch eigene Maßstäbe anzulegen. In allen genannten Fällen ist aber klar, dass Aufwand und Nutzen in einem vernünftigen Verhältnis zueinander stehen müssen. Überspitzt formuliert: Wer den Geräteschuppen im Garten mit einer Selbstschussanlage sichert, der übertreibt.

Damit wird offensichtlich: Die teuerste Lösung ist nicht automatisch die beste. Im Vorfeld sind einige Fragen zu stellen: Was genau will ich schützen? Welche Schwachstellen liegen vor? Worauf lege ich besonderes Augenmerk? Welchen Aufwand kann und will ich betreiben? Am besten führt man dazu vor Ort ein Gespräch mit einem Profi, bei dem Schwachstellen identifiziert werden. Danach erstellt man ein individuelles Sicherheitskonzept mit Rücksicht auf örtliche Gegebenheiten und Lebensgewohnheiten der Bewohner.

Vom Plan zur Ausführung

Liegt dieses Konzept einmal vor, kann man an die Detailplanung gehen. Dabei ist klar: Alarmanlagen sind neben mechanischen Sicherungen wie Schlössern, Sicherheitsbalken, Sicherheitstüren und Ähnlichem immer der beste und wichtigste Schutz gegen Einbrecher. Jede Schwachstelle eines Objektes wird durch Sensoren gesichert, wodurch der Täter schon während des Eindringens erkannt wird.

Eine weitere Variante, sie sich damit gut kombinieren lässt, sind Videoüberwachungsanlagen. Diese gibt es sowohl für den Außen- als auch für den Innenbereich. Das Bild wird per Kabel oder per Funk an einen Empfänger weitergeliefert. Kameras für den Außenbereich sind spritzwassergeschützt oder verfügen über ein wetterfestes Gehäuse.

Schäden auch bei Nacht verhindern

Damit ein Einbrecher auch bei völliger Dunkelheit sichtbar wird, haben die meisten Kameras eine LED-Infrarot-Beleuchtung eingebaut. Kameras haben schon eine präventive Wirkung, weil sie viele Täter abschrecken. Aber nicht der Einbruchschutz ist ein Thema: Auch randalierende Betrunkene wollen nicht gefilmt werden, wenn sie im vermeintlichen Schutz der Dunkelheit übermütig sind.

Kernpunkt eines Sicherheitskonzeptes sind und bleiben aber die Schließanlagen. Bei unversperrter Türe nützt auch eine Alarmanlage wenig – einem Täter wird es dadurch sehr einfach gemacht. Ein Schließsystem, egal ob elektronisch oder mechanisch, regelt, wer Zutritt zum Gebäude hat. Wie auch immer man sich entscheidet – wichtig ist, dass der Schutz umfassend gedacht und durchgeführt wird. Dann kann man auch im Urlaub beruhigt schlafen.