Der Neu-, Um- oder Ausbau eines Industrie- oder Gewerbegebäudes ist für Unternehmen immer eine große Herausforderung. Neben den finanziellen Aspekten und der zeitlichen Komponente spielen auch viele Dinge rund um Planung und Umsetzung des Projekts eine entscheidende Rolle. Das neue Gebäude kann dabei als eine Maschine gesehen werden, die hohe architektonische Ansprüche erfüllt und dem Unternehmen gleichzeitig zu entscheidenden Wettbewerbsvorteilen verhelfen soll.

Eine ganzheitliche Betrachtung der aktuellen betrieblichen Abläufe von außen hilft dabei, dass die Realisierung des Bauvorhabens genau jenen Anforderungen entspricht, welche an das Unternehmen in Gegenwart und naher Zukunft gestellt werden. Dafür ist es sinnvoll, einen Partner zu finden, der eine solche Betrachtung und Beurteilung unter den Blickwinkeln von Architektur, Logistik, Prozessabläufen sowie Energieeffizienz durchführt und nach diesen Gesichtspunkten das Bauvorhaben umsetzt.

Ein Totalunternehmer ist dafür der kompetente Partner, der sämtliche Produkt- und Dienstleistungen aus einer Hand liefern kann und dabei hilft, die vorrangigen Ziele zu erreichen: die Zufriedenheit der MitarbeiterInnen an ihrem neuen Arbeitsplatz, effizient und effektiv gestaltete Prozesse und Abläufe sowie eine nachhaltig sichergestellte Energieeffizienz.

Potenziale und Produktivitätschancen erkennen

Eine fundierte Gebäudeanalyse zur Feststellung des unternehmerischen Ist-Zustandes ist der erste entscheidende Schritt vor dem Neu- oder Umbau eines Firmengebäudes. Analysen der Gebäudepositionierung, der Waren- und Personenflüsse sowie der energieintensivsten Prozesse zeigen, welche Potenziale und Produktivitätschancen in einem Unternehmen stecken.

Darauf baut ein Betriebskonzept auf, in welchem die wichtigsten Grundpfeiler für das unternehmerische Bauprojekt gesetzt werden. Das daraus entstehende Rohkonzept umfasst eine Standortanalyse, Kostenschätzung sowie Zeitplan und dient als Grundlage für die Entscheidungsphase. In dieser wird das Bauvorhaben konkretisiert und nach den Wünschen des Unternehmens individuell angepasst.

Der Totalunternehmer ist Ansprechpartner und Gewährleistungspartner zugleich und sorgt dafür, dass die Bauausführung reibungslos abläuft.

Egal, ob Neubau, Erweiterung, Aufstockung oder Modernisierung eines Gebäudes: so mancher Totalunternehmer übergibt den fertiggestellten Bau nicht nur schlüssel-, sondern betriebsfertig. Das heißt, dass die Aufgaben des Totalunternehmers nicht nur den Gebäudebau selbst betreffen, sondern auch alle intralogistischen Prozesse.

Auch auf den ersten Blick für das Gebäude wenig relevante Themen werden berücksichtigt und eingebunden, um optimale Ergebnisse zu erzielen. So kann beispielsweise in der Logistik von vornherein bedacht werden, welcher Stapler im Lager eingesetzt wird. Ausgehend von dessen Wendekreis lässt sich der benötigte Raum bemessen und es kann Platz eingespart werden.

Grundsätzlich sind IT, Logistik und Facility Management aufeinander abgestimmt und werden bei Bedarf nach Inbetriebnahme optimiert. Zum Gesamtpaket eines Totalunternehmers können dabei ein Serviceangebot sowie das Gebäudemanagement zählen, das dem Unternehmen auch im Vollbetrieb zur Verfügung steht.

Viele Vorteile durch Businessbau 4.0

Begriffe wie Industrie 4.0 und Smart Factory haben schon vor Jahren Einzug in Unternehmenskonzepte gefunden. Sie beschreiben in erster Linie die digitale Vernetzung von Fertigungstechnik und Logistik- oder Intralogistikprozessen. Businessbau 4.0 geht darüber hinaus und basiert auf interdisziplinärer Vernetzung. Dies umfasst so unterschiedliche Bereiche wie Architektur, IT, Physik, Logistik und Facility Management. Das Gebäude selbst wird als Maschine verstanden, die Informationen zur Produktionsoptimierung, etwa durch Druck- oder Temperaturmessungen, liefert und so zur Qualitätssicherung beitragen kann.

Auch zur Energieeinsparung kann ein Businessbau 4.0 viel beisteuern. Dabei spielt nachhaltiges Bauen eine entscheidende Rolle. Dies umfasst nicht nur die ökologische Nachhaltigkeit, sondern auch die soziale und nicht zuletzt die ökonomische Nachhaltigkeit eines Gebäudes. Gerade bei Letztgenanntem gibt es für Unternehmen durch Optimierungsmaßnahmen enormes Einsparungspotenzial.