Akustik am Arbeitsplatz ist wohl ein Thema, an das viele Menschen zunächst nicht denken würden. Warum sollten sie es doch tun?

Weil es auch am Arbeitsplatz ganz stark um unser aller Wohlbefinden geht. Man verbringt einen Großteil seiner Lebenszeit am Arbeitsplatz, da sollte es auch angenehm sein, sich dort aufzuhalten. Dazu kommt, dass eine gute Akustik die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit deutlich fördert.

Worauf gilt es dabei zu achten?

Im Endeffekt geht es darum, den Geräuschpegel im Raum zu minimieren. Dieser Pegel wird unangenehm, wenn es im Büro nur oder sehr viele harte Oberflächen gibt. Diese Oberflächen reflektieren Schall und es entsteht ein Echo, welches eine gewisse Zeit im Raum bleibt – die sogenannte Nachhallzeit. Tritt nun zusätzlich neuer Lärm auf, führt dies durch die Vermischung von Alt und Neu zu einer teils unerträglichen raumakustischen Situation. Darunter leidet mitunter auch die Sprachverständlichkeit und es entsteht Stress.

Wie kann man das verhindern?

Mithilfe entsprechender Akustiksysteme werden Geräusche, die im Raum sind, durch die physikalische Eigenschaft der Systeme absorbiert. Wir haben Akustiklösungen entwickelt, die optisch nicht auffallen – quasi unsichtbar sind, aber deren Oberflächen so entwickelt wurden, dass die Reflexion extrem gemindert wird.

Die Leistungsstärke eines Akustiksystems wird über Absorptionswerte definiert, mit denen die Nachhallzeit im Raum eingestellt wird. Aus Studien wissen wir, dass sich ein Mensch in einem Raum auf Dauer dann wohlfühlt, wenn diese Nachhallzeit auf 0,6 bis 0,8 Sekunden reduziert wurde.

 

 

Wie erreicht man diese Werte?

Indem man Wände oder Deckenflächen mit absorbierenden Akustiksystemen belegt. Mit unserem Akustiksystem BASWA Phon bringen wir hochwertige Oberflächen an, die optisch aber nicht als Akustiksystem erkennbar sind. Das heißt, ich stehe in einem Raum, sehe glatte fugenlose Decken – sowie Wandoberflächen und staune über das beeindruckende Raumgefühl. Wir sprechen von einer Lösung, die optisch nicht sichtbar und der Architekt in seiner Gestaltung frei von Einschränkungen ist.

Können Sie den technischen Aufbau kurz beschreiben?

Wir bieten Akustiklösungen, die direkt auf den Beton oder Gipskartonplatten aufgebracht werden und bis zu 92 Prozent aus recyceltem Material bestehen. Die Akustikgrundplatte besteht aus einer speziellen Mineralwolle und einer Oberflächenbeschichtung aus recyceltem Glas.

Diese Platten werden vollflächig auf Decke und Wand geklebt. Die Fugen werden im Anschluss mit dem Granulat aus recyceltem Glas geschlossen. Im Nachgang wird die Marmormehlendbeschichtung händisch aufgetragen und geglättet. So entsteht eine natürliche, glatte, fugenlose Oberfläche.

Architekten und Ingenieure befassen sich oft auch mit der Frage, wie ein Raum beheizt oder gekühlt werden kann. Wie lässt sich das mit der Akustik vereinbaren?

Für diese Situationen haben wir hocheffiziente, thermisch-akustische Lösung entwickelt. Bei BASWA Cool wird zusätzlich zur Akustikplatte eine wasserführende Kapillarrohrmatte aufgespannt und wiederum fugenlos geschlossen. Diese geräuschlose und luftzirkulationsfreie Lösung ist somit eine Kombination aus Heizen, Kühlen und Absorbieren.

Eine wirklich umfassende gesunde Lösung für alle Bedürfnisse. Mit BASWA Core haben wir als einziger Anbieter am Markt ebenfalls eine akustische, fugenlose Lösung für die sogenannte thermische Bauteilaktivierung (TABS) entwickelt.