Man trifft sich auf dem Gemeindeamt, im Tanzkurs oder am Bauernmarkt: Miteinander reden und kommunizieren, das ist das Herz vieler heimischer Gemeinden. Auf den ersten Blick sind Digitalisierung und Technik für das Miteinander nicht gerade förderlich. Auf den zweiten Blick zeigt sich ein anderes Bild: Wenn Bürgermeister und Gemeinden verstärkt auf digitale Technik setzen, sparen sie sowohl den MitarbeiterInnen als auch den BürgerInnen wertvolle Zeit. Und die kann zum Beispiel für zwischenmenschliche Kontakte, vom Stammtisch bis zum Turnverein, genutzt werden.

Daten sind verknüpft

Möglich macht das unter anderem die digitale Vernetzung der österreichischen Behörden. Ihre jeweiligen Daten sind übergreifend und automatisch miteinander verknüpft. Darüber hinaus müssen Bürger nicht jedes Mal aufs Gemeindeamt oder Magistrat, wenn Amtswege anstehen. Vieles lässt sich mittlerweile bequem vom eigenen Computer zu Hause erledigen, Stichwort: E-Government. Das spart Aufwand, Bürokratie und macht die öffentliche Verwaltung effizienter. Und wenn doch einmal Behördengänge persönlich erledigt werden, dann bleibt mehr Zeit für den nach wie vor wichtigen direkten Bürgerkontakt.

Junge BürgerInnen ansprechen

Gemeinden, die auf Digitalisierung setzen, bieten gerade auch für junge BürgerInnen einen Anreiz. Diese sind beruflich oft sehr eingespannt oder es schlichtweg nicht mehr gewohnt, sich in der eigenen Gemeinde persönlich zu engagieren. Eine moderne Herangehensweise kann helfen, dass auch sie am Laufenden bleiben und sich für das kommunale Geschehen interessieren und begeistern. Ein Beispiel: Jüngere Menschen lesen vielleicht nicht mehr die gedruckte Gemeindezeitung. Flattert aber ein modern gestalteter Gemeinde-Newsletter in ihren E-Mail-Posteingang, ist das schon ein größerer Anreiz.

Auch Gemeinde-Apps sind praktisch: So hat jeder Bürger, der ein Smartphone besitzt, jederzeit alle Neuigkeiten und Termine am Handy. Serviceinformationen wie ein Müllabfuhrkalender oder Energiespartipps sind auf Knopfdruck ersichtlich. Die Gemeinden können quasi in Echtzeit sehr direkt mit ihren Bürgern kommunizieren. Unter anderem ist es möglich, Unternehmen in der Gemeinde eine kostenlose Kommunikationsplattform zu bieten und BürgerInnen bei Entscheidungen miteinzubeziehen.