Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bilden das Rückgrat der europäischen Wirtschaft. Dies gilt insbesonders auch für Österreich, wo der unternehmerische Mittelstand mit einem besonders hohen Anteil vertreten ist. Eine aktuelle Studie der KMU Forschung Austria belegt, dass Klein- und Mittelbetriebe der wichtigste Beschäftigungsmotor sind und einen entscheidenden Beitrag zum jährlichen Wirtschaftswachstum leisten.

Herausforderungen und Innovationshemmnisse

KMUs  stehen aber auch vor vielfältigen Herausforderungen: der rasante technologische Wandel und der zunehmende Wettbewerb führt zu einem steigenden Innovationsdruck. Letzte Ergebnisse aus der KMU-Forschung unterstreichen die Bedeutung stetiger Innovation um das Fortbestehen einer Firma nachhaltig zu sichern.

Als häufigste Innovationshemmnisse werden hohe Kosten, fehlende Finanzierung und sehr häufig Zeit- oder Ressourcenmangel angegeben.

Kompetenzzentren: Netzwerk- und Kooperationspartner

Durch die österreichischen Kompetenzzentren-Programme werden gerade KMUs ermutigt, in Forschung zu investieren um so die eigene Wettbewerbsfähigkeit durch den Aufbau und die Sicherung der Technologieführerschaft zu stärken und die Internationalisierung zu fördern.

Egal ob im Ökomanagement oder dem riesigen Feld der IT-Technologie, nur durch nachhaltige und langfristige Investitionen in die Ausbildung, Weiterbildung und Forschung lässt sich der hohe Standard auch in Zukunft halten.

IKT als Enabler für Innovation

Durch die ständig zunehmende Informatisierung unserer Gesellschaft gewinnen auch Informations- und Kommunikations-Technologien (IKT) immer mehr an Bedeutung. Mehr als 80 Prozent aller Innovationen in unterschiedlichsten technologischen Anwendungsfeldern sind ohne IKT nicht mehr denkbar. Das heißt: Die Informations- und Kommunikations-Technologie übernimmt die Position des „Ermöglichers“ von Innovation in anderen Disziplinen – sowohl in der Wirtschaft wie auch in der Forschung.

Wissen als Rohstoff für Innovation

In einer zunehmend diversifizierten Welt und stark verteiltem Wissen geht es verstärkt um die Integration und Nutzung relevanter Informationen und Kompetenzen um vorhandenes Wissen als Rohstoff für Innovation nutzen zu können.

Eine der wesentlichen Herausforderungen unserer heutigen Zeit liegt darin, die richtige Information zum richtigen Zeitpunkt verfügbar zu machen. So bekommt die bekannte Ausrede mancher Schüler, „Man muss nicht alles wissen, man muss nur wissen wo man nachsieht“, eine ganz neue Bedeutung.

Kooperation ist ein kluger Weg, unterschiedliche Kompetenzen und Informationen effizient und gewinnbringend zu verknüpfen und so den Erfolg des eigenen Unternehmens voranzutreiben. Gerade in diesem Bereich liegen die Stärken des Know-Center, Österreichs Kompetenzzentrum für Wissenstechnologien. Hier werden riesige Datenberge in intelligente Unterstützung für Menschen verwandelt.

Die richtige Information zum richtigen Zeitpunkt

Besonders kleinen und mittleren Unternehmen ist es oft nicht möglich, eigene Forschung im erforderlichen Ausmaß zu betreiben, daher sind stetig wachsende internationale Wissens-Netzwerke immer wichtiger und essentiell für den Unternehmenserfolg.

Sich nach Partner umzusehen, die das erforderliche Wissen besitzen und bereit sind, es zu teilen, ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von zukunftsweisender Denkweise auf dem Gebiet der Unternehmensführung. Nur so konnte es zahlreichen kleinen und mittleren Unternehmen gelingen, nicht nur im Technologiesektor zu Weltmarktführern in spezifischen Nischen aufzusteigen.

Die Koppelung anwendungsnaher Informatik-Forschungskompetenz mit innovativen KMUs ist die erfolgversprechende Strategie um Österreich als Wirtschaftsstandort mit Technologieführerschaft weiter zu etablieren.