Bündelung von Schlüsselqualifikationen

Dort, wo es reinen InformatikerInnen an wirtschaftlichem Verständnis mangelt und klassische BetriebswirtInnen an komplexen technischen Zusammenhängen verzweifeln, kommen WirtschaftsinformatikerInnen ins Spiel, denn Stichworte wie Crossover-Kompetenz und Schnittstellenfunktion sind für WirtschaftsinformatikerInnen keine Fremdwörter, sondern gehören zum Arbeitsalltag.

Trotz sehr guter Jobchancen klagen Wirtschaft und Unternehmen nach wie vor über zu wenige WirtschaftsinformatikerInnen. Sollte man sich für ein Studium der Wirtschaftsinformatik entscheiden, stehen die Chancen auf einen raschen Berufseinstieg also gut. In Österreich kann die aussichtsreiche Verbindung von Wirtschaft und Technik an verschiedenen Hochschulen studiert werden.

AbsolventInnen dieser Studiengänge finden sich in sämtlichen Wirtschaftsbereichen wieder. Branchenunabhängig zählen sie dort zu gefragten AllrounderInnen.

Betriebswirtschaft und Informationstechnologie

Doch welche gelehrten Studieninhalte machen AbsolventInnen der Wirtschaftsinformatik so attraktiv? Obwohl Wirtschaft und Technik gleichermaßen als zentrale Inhalte angesehen werden, kann das Pendel je nach Ausrichtung von Universität oder Fachhochschule leicht in die eine oder die andere Richtung ausschlagen.

Individuelle sowie strukturelle Schwerpunktsetzungen ermöglichen spezifische Blickwinkel auf Kernthemen der Wirtschaftsinformatik. Hinzu kommt, dass neben Vollzeitstudiengängen, Studierende auch berufsbegleitend ein Wirtschaftsinformatikstudium absolvieren können. Mitgebrachte Berufserfahrungen fließen ganz selbstverständlich ebenso mit ein wie das schulische Vorwissen einzelner Studierender.

Gerade in den ersten Semestern müssen Lehrende durch konvergierende Unterrichtsmethoden die Basis für spätere Spezialisierungen schaffen. Neben der grundlegenden Vermittlung von betriebswirtschaftlichen und informationstechnologischen Kenntnissen sind unter anderem Softwaretechnik, Projekt- und Prozessmanagement, Netzwerktechnik und Datenbanken sowie Anwendungsentwicklung zentrale Studienelemente.

Branchenübergreifende Jobaussichten

Die Kombination aus wirtschaftlichem und technischem Know-how macht AbsolventInnen der Wirtschaftsinformatik für verschiedene Branchen interessant. Ob produzierende Betriebe, IT-Dienstleister und Consulting-Unternehmen oder Firmen, die im Bank- und Versicherungswesen, in der Logistik oder im Telekommunikationsbereich agieren – die Bandbreite an Verwendungsmöglichkeiten ist groß.

WirtschaftsinformatikerInnen finden sich als Web- und DatenbankentwicklerInnen, als IT-ManagerInnen und Chief Information Officers oder auch als selbständige IT-Entrepreneure wieder. Während die Arbeitswelt und die Arbeitsabläufe immer komplexer werden, müssen sich WirtschaftsinformatikerInnen aber parallel dazu auch immer breiter aufstellen.

Gute Hochschulen bereiten ihre Studierenden darauf bereits während der Studienzeit vor. Wirtschaftsinformatikstudiengänge unterwerfen sich daher freiwillig einem permanenten internen Erneuerungs- und Anpassungsprozess, um schnell auf technologische und wirtschaftliche Entwicklungen reagieren zu können.

Nicht zuletzt bieten einige Hochschulen auch Weiterbildungen und spezialisierende Lehrgänge an, damit IT-ExpertInnen auch weiterhin am Puls der Zeit bleiben.