Unternehmerisches Denken, Managementfähigkeiten und innovative Konzepte sind nur einige Schlagwörter, die für Fach- und Führungskräfte von kleinen und mittleren Unternehmen wichtig sind. Nicht immer haben MitarbeiterInnen alle wichtigen Kompetenzen, die sie vielleicht für zukünftige Positionen benötigen, in früheren Ausbildungen oder Jobs bereits erlernt.

In Österreich gibt es aber eine ganze Bandbreite an Programmen im Hochschulbereich, die neben der Berufstätigkeit Aus- und Weiterbildungen anbieten. Für Menschen, die im KMU-Bereich arbeiten wollen, mittlere oder höhere Führungspositionen anstreben oder vielleicht sogar selber ein Unternehmen gründen möchten, sind vor allem Managementkenntnisse gefragt, die am besten praxisnah gelehrt werden.

Schließlich geht es vor allem bei berufsbegleitenden Studiengängen darum, sich Inhalte möglichst anwendungsorientiert aneignen zu können.

Know-how, Kompetenzen und Innovation

Fach- und Führungskräfte im KMU-Bereich müssen sich in vielen Sparten gut auskennen, um ihr Unternehmen am Markt gut positionieren zu können. Und zwar sowohl ganz am Beginn einer Unternehmensgründung als auch später in einer Wachstums- und Reifephase. Viele kleine oder mittelgroße Unternehmen werden als Familienbetrieb geführt.

Dementsprechend wichtig ist es, sich auch in Betriebsübernahmen das erforderliche Wissen und Know-how anzueignen. Ebenso bedeutend sind die Themen Entrepreneurship, Business Development und Innovation. Wer also zukünftig über KMU-Expertise verfügen möchte, braucht sowohl eine breite Basis an Managementkompetenzen als auch zugleich eine spezifische Ausbildung für den KMU-Sektor.

Berufsbegleitend studieren

Das richtige Management-Know-how kann über Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens entscheiden. Im Idealfall verbinden Aus- und Weiterbildungsprogramme an Hochschulen Theorie und Praxis. Dieser verknüpfende Ansatz aus fachlichen Inhalten und praktischen Anwendungsgebieten bewirkt, Wissen und Kompetenzen optimal im Beruf umzusetzen.

Um diese Kombination aus Studium und Beruf überhaupt zu ermöglichen, braucht es Studienkonzepte, die an Berufstätige angepasst sind. Solche berufsbegleitenden Programme nehmen auf die zeitlichen Ressourcen von Interessierten Rücksicht, die ihr Studium mit einer beruflichen Tätigkeit abstimmen müssen. Zeitgleich liegt es auch in der Verantwortung von Unternehmen, ihren MitarbeiterInnen entsprechende Rahmenbedingungen zu gewährleisten, sodass Weiterbildungen durchführbar sind.

Wettbewerbsfähigkeit: Bildung wirkt

Aus- und Weiterbildungen sind aber nicht nur für bereits etablierte Unternehmen und ihre MitarbeiterInnen von Interesse, sondern auch für Start-Ups in ihrer Gründungsphase. Ob Lehrinhalte zu Unternehmensgründungen, Ideengenerierung, Marketing, Vertrieb, Rechnungswesen und Finanzierung, Rechtliches oder Management Skills, AbsolventInnen sollten eine gute Basis und zugleich eine speziell an ihr berufliches Umfeld angepasste Ausbildung erhalten.

Ganz im Sinne des Lifelong-Learning-Prinzips können MitarbeiterInnen eigentlich immer etwas dazulernen, gerade auch wenn es um Wettbewerbsfähigkeit geht. Im Falle von zukünftigen Führungskräften in zentralen Funktionen eines kleinen oder mittleren Unternehmens gilt dies vor allem auch im Kontext der sich ständig verändernden wirtschaftlichen Landschaft.